Elke Schweig rügt alte IHK-Führung

Heilbronn - IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Schweig distanziert sich von Selbstbedienungsmentalität und Günstlingswirtschaft, die früher in der Heilbronner Kammer geherrscht hätten. „Einiges muss wieder ins Lot gebracht werden“, sagte sie.

Von Manfred Stockburger



Heilbronn - IHK-Hauptgeschäftsführerin Elke Schweig distanziert sich von Selbstbedienungsmentalität und Günstlingswirtschaft, die früher in der Heilbronner Kammer geherrscht hätten. Eine IHK brauche „ein hohes Maß an Transparenz und ein tiefes öffentlich-rechtliches Selbstverständnis“, sagt sie. Das sei in der Vergangenheit nicht in dem Maße ausgeprägt gewesen, wie sie es unter ihrer Verantwortung erwarte.

„Einiges muss wieder ins Lot gebracht werden.“ Und anders als früher müsse in der Vollversammlung „niemand mit Repressalien rechnen“, wenn er Kritik übt oder Fragen stellt.

In einem ausführlichen Interview mit der Heilbronner Stimme stellt sich die Hauptgeschäftsführerin der Kritik und räumt auch eigene Fehler ein. Sie werde sich künftig etwa mehr Zeit nehmen für Kontakte mit der Politik. Terminkollisionen wie am kommenden Montag, wo es im zweiten Jahr in Folge eine IHK-Konkurrenzveranstaltung zum traditionellen Arbeitgeberempfang gibt, sollen künftig vermieden werden, so die 46-Jährige. „Wir werden dies in Zukunft besser machen.“

Im Fall der gekündigten Geschäftsführerin Renate Rabe gehe es nicht um einen einzelnen Vorwurf sondern um mehrere. „Es zeichnet sich ein Gesamtbild ab“, betont die Hauptgeschäftsführerin. Sie präzisiert den neuen Kündigungsgrund, den die Kammer diese Woche nachgeschoben hat: Vom IHK-Zentrum für Weiterbildung seien für direkte Angehörige von Renate Rabe Kosten übernommen worden, die im rein privaten Bereich entstanden seien.

Bei anderen Personalentscheidungen in der Leitungsebene der Kammer in den vergangenen Monaten hätte es sich um völlig andere Sachverhalte gehandelt.

Info: Das vollständige  Interview lesen Sie in der Freitagsausgabe der Tageszeitung.