Arbeitslosigkeit weiter auf Talfahrt

Region Heilbronn/Hohenlohe - Im Mai hat sich die Erholung auf dem Arbeitsmarkt in der Region weiter fortgesetzt. Die Arbeitslosenquote sank im Unterland auf 4,3 Prozent, in Hohenlohe auf 3,0 Prozent, wie die Arbeitsagenturen heute mitteilten.

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Region Heilbronn - Im Mai hat sich die Erholung auf dem Arbeitsmarkt in der Region Heilbronn weiter fortgesetzt. Die Arbeitslosenquote sank von 4,6 auf 4,3 Prozent, teilte die Arbeitsagentur heute mit. Vor einem Jahr lag sie noch bei 5,5 Prozent. Die Quote für Baden-Württemberg sank von 4,2 auf 4,0 Prozent.

Zum ersten Mal seit Dezember 2008 wurde die Marke von 11.000 Arbeitslosen wieder unterschritten. Im Berichtszeitraum waren im Bezirk der Arbeitsagentur Heilbronn 10.363 Frauen und Männer arbeitslos gemeldet, 688 weniger als im April und 2.916 weniger als vor Jahresfrist. Das entspricht einem Rückgang gegenüber dem Mai 2010 um 22 Prozent.

„Vieles spricht dafür, dass sich die positive Tendenz auf dem Arbeitsmarkt fortsetzen wird.“, kommentierte Martin Diepgen, Leiter der Heilbronner Arbeitsagentur, die aktuelle Lage. „Durch gezieltes Fördern und Fordern lässt sich das Arbeitsmarktrisiko für arbeitslose Menschen verringern. Die Qualifizierung Arbeitsloser und Beschäftigter führt bereits heute zu einem besseren Ausgleich auf dem Arbeitsmarkt und hilft morgen, den Mangel an Fachkräften und Arbeitskräften zu decken.“

Von dem Boom am Arbeitsmarkt haben sowohl Frauen wie auch Männer profitiert. Im Mai waren 5.458 Frauen arbeitslos gemeldet, 228 weniger als vier Wochen zuvor. Bei den Männern war ein Rückgang um 460 auf 4 905 zu verzeichnen.

Jugendarbeitslosigkeit rückläufig

Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit haben auch die Jüngeren profitiert. Im Berichtszeitraum waren 646 Menschen unter 25 Jahren arbeitslos gemeldet. Das sind 152 weniger als noch im April. Vor einem Jahr waren noch 1.116 junge Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 42 Prozent mehr als heute. Die Quote für die Jugendarbeitslosigkeit ging im Heilbronner Bezirk von 2,6 auf 2,2 Prozent zurück. Damit liegt sie um 0,2 Prozentpunkte unter dem Landesschnitt.

Bei den älteren Arbeitslosen über 50 Jahren ist die Arbeitslosigkeit ebenfalls zurückgegangen. Mit 3.478 wurden 125 Personen weniger registriert als im Vormonat (minus 3,5 Prozent). Vor einem Jahr waren in dieser Personengruppe noch 3 756 Menschen von Arbeitslosigkeit betroffen. Das waren 7,4 Prozent mehr als heute.

Den Arbeitsvermittlern wurden im Mai 1.216 neue Stellenangebote von den Betrieben und Verwaltungen gemeldet. Das waren 25 mehr als vor einem Monat.

Der Stellenbestand hat sich gegenüber dem April auf 3.624 (plus 99) erhöht. Im Vergleich zum Vorjahr ist das eine Zunahme um über 66 Prozent.

Hohenlohe: Quote bei 3,0 Prozent

Im Bezirk der Haller Arbeitsagentur (Landkreis Schwäbisch Hall und Hohenlohekreis) ist die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum April um 251 Personen zurückgegangen. Zum Stichtag im Mai waren 4863 Arbeitslose registriert. Auch der Vorjahresvergleich fällt positiv aus: die Arbeitslosigkeit ging um knapp 26 Prozent zurück, es sind 1688 Menschen weniger arbeitslos.
 
Die Arbeitslosenquote liegt  jetzt bei 3,0 Prozent. Vor einem Jahr lag die Quote noch bei 4,0 Prozent. Landesweit liegt Schwäbisch Hall hinter Ravensburg (2,6) auf Platz 2.
 
„Erstmals seit drei Jahren sind in unserem Bezirk wieder weniger als 5000 Arbeitslose registriert“ freut sich Agenturleiter Guido Rebstock. Und weiter: „Auf der anderen Seite haben Arbeitgeber diesen Monat mehr als doppelt so viele Stellen gemeldet, als noch vor einem Jahr. Unsere Herausforderung heißt nun, mit immer weniger Bewerbern den steigenden Bedarf an Arbeitskräften zu decken. Dies kann uns nur mit einem Bündel an Maßnahmen, bei dem die berufliche Weiterbildung eine große Rolle spielt, gelingen.“

Ein Blick auf die Zu- und Abgangsdaten zeigt die große Bewegung auf dem Arbeitsmarkt. 1.272 Menschen haben sich im Mai neu arbeitslos gemeldet. 1.526 Menschen konnten ihre Arbeitslosigkeit beenden.
 
Arbeitgeber haben 888 Stellen im Mai gemeldet. 3.764 Stellenangebote waren zum Stichtag im Bestand, das sind 112 weniger als im April. Im Vergleich zum Vorjahr ist Bestand an gemeldeten Stellen mehr als doppelt so hoch. 



Baden-Württemberg: Arbeitslosenzahl sinkt auch im Mai

Dank der stabilen Konjunktur sinkt die Zahl der Arbeitslosen im Südwesten weiter. Im Mai hatten 224.758 Menschen keinen Job, das waren 10.392 weniger als im April. Die Arbeitslosenquote schrumpfte um 0,2 Prozentpunkte auf 4,0 Prozent, wie die Regionaldirektion Baden-Württemberg der Bundesagentur für Arbeit am Dienstag in Stuttgart berichtete. Damit ging der Wert bereits den vierten Monat in Folge zurück. Zuletzt hatte der Südwesten im November 2008 so wenige Arbeitslose.

„Dank der anhaltend kräftigen Konjunktur sinkt die Arbeitslosigkeit in Baden-Württemberg auf Vorkrisenniveau“, sagte Behördenchefin Eva Strobel. Besonders gut sah es für junge Menschen unter 25 Jahren aus, die Jugendarbeitslosigkeit sank besonders stark.

Im Vergleich zum Mai 2010 waren 49.910 Frauen und Männer weniger ohne Job, ein Minus von 18,2 Prozent. Am niedrigsten lag die Quote im Landkreis Biberach mit 2,4 Prozent - den höchsten Wert verzeichnete Pforzheim mit 7,8 Prozent. Tendenziell hatten zudem städtische Zentren mehr Arbeitslose als ländliche Gebiete. red/lsw
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