Münzing Chemie baut neues Werk in Sachsen-Anhalt

Heilbronn/Elsteraue  Das Heilbronner Familienunternehmen investiert einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag in Elsteraue. Bis zu 50 neue Arbeitsplätze sollen dadurch geschaffen werden.

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Zur Grundsteinlegung des neuen Münzing-Werks in Elsteraue kam auch Reiner Haseloff, Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt (dritter von links). Foto: Münzing

Das Chemieunternehmen Münzing investiert in Sachsen-Anhalt. Am Mittwoch erfolgte in Elsteraue die Grundsteinlegung einer neuen Produktionsanlage für Wachs- und Polymeremulsionen. Das Familienunternehmen lässt sich das Projekt einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag kosten.

Ab Ende 2021 soll im Chemie- und Industriepark Zeitz am europaweit größten Verbundstandort der Gruppe produziert werden. Münzing betreibt dort eine Anlage zur Herstellung von Wachsprodukten in Pulverform.

Den Strukturwandel im Osten mitgestalten

"Mit dieser Investition verdoppeln wir die Anzahl der Arbeitsplätze für Fachkräfte und setzen ein klares Zeichen für den Standort und unser Engagement bei der Mitgestaltung des Strukturwandels in der Region", sagte der geschäftsführende Gesellschafter Michael Münzing bei der Grundsteinlegung.

In der ersten Ausbaustufe plant das Unternehmen mit bis zu 30 neuen Arbeitsplätzen. "Diese werden dann in den nächsten Jahren noch auf bis zu 50 erhöht", teilte eine Unternehmenssprecherin auf Stimme-Anfrage mit.

Nach Fertigstellung soll die neue Anlage mit modernster technischer Ausstattung auf mehr als 20.000 Quadratmetern Fläche wasserbasierte Wachsemulsionen und weitere Spezialadditive wie Entschäumer in Pulverform herstellen. Die Produkte werden hauptsächlich in der Bauindustrie und für Bautenfarben eingesetzt und tragen zu einer besseren Verarbeitung und Haltbarkeit von Putzen und Anstrichen bei.

Energiesparende Technik kommt zum Einsatz

Bei der Planung der Anlage wurde neben der Vernetzung von Produktion, Logistik und Infrastruktur als "intelligente Fabrik" Wert auf eine energiesparende Auslegung gelegt. Dazu gehören ein Blockheizkraftwerk und ein System zur Energierückgewinnung. Im Vergleich zu herkömmlicher Anlagentechnik sollen so bis zu 50 Prozent der CO2-Emissionen eingespart werden. 


Jürgen Paul

Jürgen Paul

Stv. Leiter Politikredaktion

Jürgen Paul arbeitet seit 1998 bei der Heilbronner Stimme. Der gebürtige Pfälzer widmet sich der regionalen und überregionalen Wirtschaft, Schwerpunkte sind das Handwerk, die Bankenbranche, der Arbeitsmarkt und die Konjunktur.

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