Weiss-Gruppe übernimmt Josef Schimmel

Adelsheim/Region  Zum zweiten Mal war der Filter- und Drehteile-Hersteller Josef Schimmel, dessen Wurzeln in Nordheim liegen, in die Insolvenz gerutscht. Zum Jahreswechsel hat sich ein Käufer gefunden. Allerdings gab es heftige Einschnitte.

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Der Filter- und Drehteile-Hersteller Josef Schimmel geht aus der Insolvenz in neue Hände über: Das Unternehmen wurde zum Jahreswechsel vom Anlagenbauer Weiss aus Crailsheim übernommen. Das teilte Insolvenzverwalter Renald Metoja jetzt mit.

Bewegte Geschichte

Schimmel hat seine Wurzeln in Nordheim im Landkreis Heilbronn. Dort war das Unternehmen 1949 gegründet worden und bis zum Jahr 2006 ansässig, als der Sitz nach Adelsheim im Neckar-Odenwald-Kreis wechselte. Im vergangenen Mai hatte Schimmel aber zum zweiten Mal innerhalb weniger Jahre den Gang zum Insolvenzgericht antreten müssen. 2016 war der Betrieb vom Finanzinvestor Lafayette übernommen worden.

Aufstrebender Maschinenbauer übernimmt

Nun tritt mit der Weiss-Gruppe ein aufstrebender Maschinenbauer aus dem Packaging Valley ein. Bereits 2010 hatten die Crailsheimer im benachbarten Osterburken den Automations-Spezialisten Bleichert übernommen. 2012 kam die Firma Ertl Automation in Straubing hinzu. Die gesamte Gruppe beschäftigt keine 30 Jahre nach ihrer Gründung dadurch bereits etwa 1000 Mitarbeiter weltweit, davon 300 am Stammsitz.

50 von 150 Stellen fielen weg

Von den zuletzt 152 Mitarbeitern in Adelsheim wurden aber nicht alle übernommen: Schon im Sommer wurden mehr als 50 Beschäftigte freigestellt. Der neue Eigner wolle die beiden Unternehmensbereiche Filtertechnik und Präzisionsdrehteile weiterführen und während der Insolvenzverwaltung begonnene Restrukturierungsprozesse fort- und umsetzen, erklärte Metoja.


Heiko Fritze

Heiko Fritze

Autor

Heiko Fritze arbeitet seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Er ist für die Redaktion Wirtschaft & Politik tätig.

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