Virus legt Produktion bei Rheinmetall in Amerika lahm

Neckarsulm  Die Kolbenschmidt- und Pierburg-Werke in den USA, Mexiko und Brasilien sind betroffen. Wird das Problem nicht bald gelöst, wird es teuer für den Autozulieferer.

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Die Standorte von Rheinmetall Automotive (Kolbenschmidt, Pierburg) in den USA, Mexiko und Brasilien sind von einer Computer-Attacke betroffen. Die betrieblichen Prozesse seien dort seit Dienstagabend durch eine Schadsoftware "erheblich gestört", teilte das Unternehmen per Ad-hoc-Meldung an die Aktionäre mit. Die übrigen IT-Systeme seien nicht betroffen, hieß es.

Schaden wird auf drei bis vier Millionen Euro pro Woche geschätzt

Kurzfristig kommt es den Angaben zufolge zu keinen Lieferschwierigkeiten, das Unternehmen rechnet aber damit, dass die Störung der Produktion zwischen zwei und vier Wochen andauern werde. Ab der zweiten Woche werde der Virus das Ergebnis des Unternehmens mit drei bis vier Millionen Euro belasten.

Bereits im Februar hatte ein Trojaner den Mulfinger Ventilatorenhersteller EBM-Papst zeitweise lahmgelegt. Auch Tochterfirmen der Hohenloher in Ungarn waren betroffen, dort kam es ebenfalls zu einem eintägigen Produktionsausfall. Zur Höhe des Schadens wollte sich das Unternehmen damals nicht äußern. 

 


Manfred Stockburger

Manfred Stockburger

Chefkorrespondent Wirtschaft

Manfred Stockburger beschäftigt sich seit 1997 intensiv mit der Wirtschaft in Heilbronn-Franken und darüber hinaus. Die rasante Veränderung der Autobranche und des Lebensmittelhandels interessiert ihn besonders, außerdem die Entwicklung der Firmen in Hohenlohe.

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