Untereisesheimer Unternehmer plant Auto-Warngerät gegen Vandalen

Untereisesheim  Mit seiner Fitness-Firma Uready feiert Albayrak Oguzhan erste Erfolge. Zur vertikalen Situp-Bank kommt nun ein Bauchtrainer. Und der Tüftler entwickelt parallel bereits eine neue Geschäftsidee zum Schutz von Autos.

Von Jürgen Paul

Untereisesheimer Unternehmer will mit Warngerät Vandalen von Autos fernhalten
Florian Scholzen (Plus X Award), Investor Stefan Parschalk, Stephan Graupe (Firma PLS) und Unternehmer Albayrak "Uzi" Oguzhan (von links). Foto: privat

Der Unternehmer Albayrak Oguzhan kommt mit seiner Fitnessfirma Uready gut voran. Seitdem Uzi, wie ihn alle nennen, seine selbstentwickelte vertikale Situp-Bank im April auf der Kölner Sportmesse Fibo vorgestellt hat, steigt das Interesse an dem Gerät. Zahlreiche Besucher und Sportartikelfirmen haben die Bank in Augenschein genommen, das ZDF und RTL berichtete über die Neuheit.

Produktion übernimmt chinesischer Partner

Am 6. Juli kam die Situp-Bank in der ARD-Sendung "Klein gegen Groß" zum Einsatz, was die Nachfrage nach oben trieb. Und bei Amazon ist das Produkt nun ebenfalls gelistet, für das Uzi den Innovationspreis für Markenqualität "Plus X Award" eingeheimst hat. Alleine im Juli habe er zwölf Situp-Bänke verkauft, sagt der Unternehmer. Produzieren lässt er die Bänke von einem chinesischen Partner.

Dass eine geplante Kooperation mit einem großen Sportartikelhersteller nicht zustande gekommen ist und auch der Sportfachhandel bisher kein übermäßiges Interesse an der Situp-Bank zeigt, ficht den ehrgeizigen Unternehmer nicht an. Denn Uzi glaubt an seine Geschäftsidee und ist auch nicht bereit, sein Patent an zahlungskräftige Interessenten zu verkaufen. "In zwei bis drei Jahren ist Uready ein Big Player", ist Oguzhan überzeugt.

Bauchtrainer AB-Pump wird in Heilbronn hergestellt

Denn neben der vertikalen Situp-Bank hat Uzi mit dem Bauchmuskeltrainer AB-Pump ein weiteres Fitnessprodukt am Start, von dem er sich viel verspricht und das ebenfalls mit einem Plus X Award ausgezeichnet wurde. Dieses handliche Gerät lässt er von der Heilbronner Firma PLS produzieren, im September soll der Verkauf starten. Die aufwendige Verpackung des AB-Pumps hat Uzi selbst gestaltet, gefertigt werden die Kartons in China. "Ich habe Kontakt zu zwei Großhändlern", ist der Unternehmer zuversichtlich, dass sich das Gerät gut vermarkten lässt. Und weitere Pläne für Fitnessgeräte hat Uzi längst in der Schublade.

Patent für Warngerät gesichert

Der frühere Daimler-Mitarbeiter verfolgt parallel noch ein zweites Projekt. Uzi hat sich ein mobiles Warngerät für Fahrzeugbeschädigungen patentieren lassen. Das kleine Gerät, das magnetisch auf dem Autodach befestigt wird, soll mit Sensoren, Videokameras und GPS dafür sorgen, dass sich Vandalen vom Fahrzeug fern halten. Bei Daimler gibt es ein solches System bereits, allerdings ist es fest in Neuwagen eingebaut. "Die Idee stammt von mir", sagt Uzi. Er hatte das Patent Daimler zum Kauf angeboten, doch der Autobauer lehnte ab.

Nun will der Unternehmer einen Prototypen für sein mobiles Warngerät entwickeln. "Dafür suche ich einen Investor", sagt Uzi. Den Kapitalbedarf für die Entwicklung schätzt er auf 1,5 Millionen Euro. Etwa zwei Jahre werde es wohl dauern, bis der Prototyp vorliegt. Mit Blick auf die vielen Millionen Autos in Europa, die ohne ein solches Warnsystem ausgestattet sind, sagt Oguzhan: "Das ist ein riesiger Markt."

 

 


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