Starkes Börsenjahr für Unternehmen aus Baden-Württemberg

Frankfurt/Heilbronn  Die regionale Auswertung der Kursentwicklungen im vergangenen Jahr durch die Deka-Bank zeigt die rasante Entwicklung bei SAP, Bechtle und anderen Unternehmen aus dem Südwesten.

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Die Börsenregion Baden-Württemberg hat sich im vergangenen Jahr sehr gut entwickelt. Wie die Deka-Bank berechnet hat, verzeichneten die 17 wichtigsten börsennotierten Unternehmen im Land ein Kursplus von 32,8 Prozent. Damit schlug Baden-Württemberg 2019 nicht nur Bayern (plus 26,4 Prozent), Nordrhein-Westfalen (plus 17,7 Prozent) und Hessen (plus 16,6 Prozent), sondern auch den Dax (plus 25,5 Prozent) sowie den MDax (plus 31,2 Prozent) und den SDax (plus 31,6 Prozent).

SAP dominiert das Börsengeschehen

Baden-Württemberg, das nach Marktkapitalisierung drittgrößte Bundesland, wird nach Auskunft der Deka-Bank ganz klar von SAP dominiert. "Das Softwareunternehmen, das knapp 60 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung des Bundeslandes ausmacht, trägt mit seiner starken Performance von rund 40 Prozent den weitaus größten Anteil zur Wertentwicklung der Region bei", sagt Deka-Experte Joachim Schallmayer.

Noch beeindruckender ist die Performance des deutlich kleineren Neckarsulmer IT-Dienstleisters Bechtle, der seinen Kurs im vergangenen Jahr um 91 Prozent steigern konnte. Auch Fuchs Petrolub aus Mannheim (plus 23,5 Prozent) verzeichnete ein ordentliches Plus. Um stolze 343,18 Prozent legte der Ellwanger Batteriespezialist Varta zu. Auch RIB Software aus Stuttgart (plus 87,73 Prozent) und Südzucker aus Mannheim (plus 42,78 Prozent) trugen zum guten Abschneiden Baden-Württembergs bei.

Daimler schaffte dagegen nur ein Kursplus von 9,2 Prozent. Schlusslichter im regionalen Börsenranking sind Heidelberger Druckmaschinen (minus 30,48 Prozent), Bertrandt aus Ehningen (minus 22,02 Prozent) und Hugo Boss aus Metzingen (minus 20,3 Prozent).

Die Grundstimmung bleibt positiv für Aktien

Für das laufende Börsenjahr ist die Frankfurter Deka-Bank vorsichtig optimistisch. "Das Jahr 2020 wird wieder anspruchsvoll, dennoch ist die Ausgangslage für Aktien nach wie vor konstruktiv", sagt Experte Schallmayer. Allerdings geht er nicht davon aus, dass sich die Kurse noch einmal so deutlich nach oben entwickeln wie im zurückliegenden Jahr.

 


Jürgen Paul

Jürgen Paul

Stv. Leiter Politikredaktion

Jürgen Paul arbeitet seit 1998 bei der Heilbronner Stimme. Der gebürtige Pfälzer widmet sich der regionalen und überregionalen Wirtschaft, Schwerpunkte sind das Handwerk, die Bankenbranche, der Arbeitsmarkt und die Konjunktur.

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