Schwarz-Gruppe mustert Tesla-Fahrzeuge aus

Neckarsulm  Die Vorstände von Lidl und Kaufland sollen weiterhin elektrisch fahren - aber jetzt BMW. Der Ausbau des Ladenetzes geht weiter.

Von Manfred Stockburger

Die Tesla-Dichte im Raum Heilbronn ist dünner geworden. Der Grund: Die Schwarz-Gruppe, deren Top-Manager seit mehreren Jahren mit Elektrofahrzeugen der US-Marke ausgestattet waren, hat sich nach Ablauf der Vertragsdauer von Tesla verabschiedet.

Den Wechsel der Dienstwagenflotte von Audi zu BMW im vergangenen Jahr hatte die Kooperation mit den Kaliforniern zunächst noch überdauert. Inzwischen fahren auch die Vorstände, die Model S oder Model X von Tesla als Dienstwagen hatten, BMW.

Flotte mit rund 20 Fahrzeugen

Dass es vom damaligen Lieferanten Audi keine Elektroautos gab, war ursprünglich der Anstoß dafür gewesen, dass die Schwarz-Gruppe die Tesla-Fahrzeuge anschaffte und damit für Aufsehen sorgte. Rund 20 Autos groß war die Chef-Flotte. I3 statt Model 3 lautet jetzt die Devise in Neckarsulm.

Der Wechsel ist aber keine Absage an das Thema Elektromobilität, heißt es in Neckarsulm – Lidl und Kaufland bauen auch weiterhin die Ladeinfrasstruktur an ihren jeweiligen Filialen aus. Bei Kaufland gibt es schon an mehr als 100 der 660 Standorte in Deutschland E-Ladestationen. Lidl hat angekündigt, Filialen bei Modernisierungen und Neubauten ebenfalls mit Ladesäulen auszurüsten.

Eigenes Autohaus befindet sich im Bau

Das interne Autohaus der Unternehmensgruppe direkt an der Autobahnausfahrt Weinsberg ist mittlerweile in Bau. Dort sollen die Mitarbeiter ihre Dienstwagen künftig überreicht bekommen. Die gebrauchten Fahrzeuge werden wie bisher in Eigenregie zum Großteil über Auktionen an in- und ausländische Autohändler verkauft, wie eine Sprecherin sagte. „Eine Vermarktung über die Handelssparten erfolgt nicht.“

 


Kommentar hinzufügen