Rückschlag für Kaufland im Bieterwettstreit um Real-Filialen

Neckarsulm  Der Metro-Konzern verhandelt jetzt exklusiv mit einem Konsortium, zu dem Edeka gehört. Die Schwarz-Gruppe hatte Interesse an mehr als 100 Filialen des Kaufland-Wettbewerbers angemeldet.

Von Manfred Stockburger
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Kaufland hat immer noch großes Interesse an der Übernahme von mehr als 100 Real-Märkten. Foto: Archiv/dpa

Aus dem Plan der Schwarz-Gruppe, über 100 Filialen des Wettbewerbers Real zu übernehmen und als Kaufland weiterzuführen, wird wohl nichts. Der Real-Mutterkonzern Metro hat am Mittwochabend bekanntgegeben, dass die Verkaufsverhandlungen bis Ende Juli exklusiv mit einem vom Immobilienentwickler Redos geführten Konsortium geführt werden. Der Einzelhandelspartner von Redos ist nach übereinstimmenden Berichten Edeka. 

Die Schwarz-Gruppe, deren Chef Klaus Gehrig das Interesse an mindestens 100 Real-Filialen im Februar öffentlich gemacht hatte, ist Teil eines anderen Konsortiums X-Bricks, dem zuvor gute Chancen zugeschrieben wurden. Die kartellrechtlichen Probleme waren nach Stimme-Informationen bereits gelöst. Eigentlich war der Abschloss des Geschäfts schon längst erwartet worden. Metro hatte den Verkaufsprozess im vergangenen Herbst angestoßen, um sich auf das Großhandelsgeschäft zu konzentrieren. 

Die angeschlagene Metro-Tochter hat noch 279 Filialen. Interessant sind die teils defizitären Standorte vor allem deshalb, weil Baugenehmigungen für neue Großflächenstandorte nur schwer zu bekommen sind. Wie Kaufland zählt Real zur Kategorie der SB-Warenhäuser. 


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