Rheinmetall bleibt auf Wachstumskurs

Neckarsulm  Ganz so rasant wie der Börsenkurs der Rheinmetall AG sind die Umsätze der beiden Sparten Automobilzulieferung (Kolbenschmidt, Pierburg) und Rüstung im vergangenen Jahr nicht gewachsen.

Von Manfred Stockburger

Der legte insbesondere angesichts der Sicherheitslage, die bessere Absatzchancen für Waffen verspricht, um fast 50 Prozent zu. Der Umsatz des Konzerns stieg nach vorläufigen Angaben um etwa fünf Prozent auf knapp 5,9 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis steigerte das Unternehmen um 13 Prozent auf rund 400 Millionen Euro.

Kolbenschmidt wieder auf Wachstumskurs

Die besseren Zahlen sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis steuerte das von Neckarsulm aus geleitete Automotive-Geschäft bei. Ohne die chinesischen Jointventure-Aktivitäten, zu denen auch die Neckarsulmer KS Huayu Alutech gehört, lag der Umsatz von Kolbenschmidt, Pierburg und Motorservice im vergangenen Jahr bei 2,86 Milliarden Euro, was einem Plus von acht Prozent entspricht. Die operative Umsatzrendite erreichte rekordverdächtige 8,7 Prozent, die Schließung des Kolbenwerks im französischen Thionville hat das Ergebnis vor Zinsen und Steuern allerdings um 22 Millionen verringert mit der Folge, dass dieser Wert lediglich um vier auf 227 Millionen Euro gestiegen ist.

Erneut war das Wachstum bei der Neusser Mechatronics-Division (Pierburg) mit neun Prozent höher als bei den Neckarsulmer Hardparts. Der Abstand hat sich jedoch verringert.

Weniger Rüstungsaufträge durch verzögerte Exportgenehmigungen

In der Rüstungssparte beklagt Rheinmetall, dass Umsatz und Auftragseingang durch die verzögerte Regierungsbildung und durch ausstehende Exportgenehmigungen beeinflusst wurden.