Regionalzentrale von Kaufland zieht bald nach Möckmühl

Neckarsulm  Das Logistikzentrum in Möckmühl wird zur Heimat der Regionalgesellschaft Südwest des Handelsunternehmens, das für rund 140 der 660 deutschen Filialen zuständig ist.

Von Manfred Stockburger
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Das Kaufland-Logistikzentrum in Möckmühl. Foto: Archiv/HSt

Schon vor drei Jahren hat Kaufland seine Struktur verändert und das bis dahin straff zentral geführte Handelsgeschäft in mehrere Regionen aufgeteilt, die vor Ort und damit näher am Kunden sein sollen. Teile des Einkaufs und der Expansion wurden dafür aus der Kaufland Dienstleistung GmbH, der deutschen Führungsgesellschaft, ausgelagert. Eine der sechs Regionen hat ihren Sitz bisher in Neckarsulm - in der Rötelstraße 35, also im Verwaltungstrakt des ersten Kaufland-Marktes.

Die rund 100 Mitarbeiter werden im Herbst an den Logistikstandort in Möckmühl umziehen, wie eine Kaufland-Sprecherin auf Anfrage bestätigte. "Dort werden aktuell durch Umbauarbeiten im Gebäudebestand neue Büroräume für über 100 Mitarbeiter geschaffen", sagt sie. Im Unternehmen ist deswegen die Rede davon, dass man "ins Hochregallager" umziehen werde - was nicht bei allen Betroffenen auf Begeisterung stößt. Die Region Südwest ist für rund 140 Filialen in Baden-Württemberg, Rheinland Pfalz und dem Saarland zuständig, in Deutschland gibt es insgesamt 660 Kaufland-Häuser.

Weitere Logistikzentren werden umgebaut

Der Umzug zum Logistikzentrum ist allerdings keine Möckmühler Spezialität: Auch in bayerischen Geisenfeld und in Osterfeld in Sachsen-Anhalt wurden Logistikzentren umgebaut, um Platz für die neu geschaffenen Regionalgesellschaften zu bieten. "Perspektivisch", so heißt es, sollen alle sechs Regionalgesellschaften an die Lagerstandorte ziehen. Damit folgt Kaufland dem Vorbild der Gruppenschwester Lidl, deren Lagerstandorte in Deutschland ebenfalls Heimat der mittlerweile 39 Regionalgesellschaften sind.

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