R. Stahl macht wieder Gewinn

Waldenburg  Mathias Hallmann hebt die Ergebnisprognose erneut an.

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R. Stahl macht wieder Gewinn

Die Sanierung lohnt sich: Bei R. Stahl geht es wieder aufwärts.

Foto: Stockburger

Nach mehreren Jahren, in denen das Unternehmen teils tief in den roten Zahlen steckte, hat die Waldenburger R. Stahl AG im dritten Quartal wieder Gewinn gemacht. "Es war unser bestes Quartal seit fünf Jahren", sagt Vorstandschef Mathias Hallmann. Ein verbesserter Produktmix und Effizienzmaßnahmen haben dazu geführt.

Nach neun Monaten ist der Spezialist für explosionsgeschütze Bauteile und Komponenten Unternehmen ebenfalls deutlich im Plus: Bei einem Umsatz von 204,3 Millionen Euro, der sogar leicht unter dem Vorjahresvergleichswert liegt, steht unter dem Strich ein Ergebnis nach Steuern von 2,6 Millionen Euro - vor Jahresfrist hatten die Hohenloher an dieser Stelle noch einen Verlust von 2,4 Millionen Euro ausgewiesen. Zum Halbjahr hatte das Unternehmen ebenfalls noch leicht rote Zahlen geschrieben.

"Mit der kontinuierlichen Verbesserung unserer Prozesse und Kostenstrukturen schaffen wir uns zunehmend und nachhaltig die Ausgangsbasis, um künftiges Umsatzwachstum in überproportionales Ergebniswachstum umsetzen zu können", erklärt Hallmann. Im zweiten Quartal hatte die Einführung einer Lagersoftware in Waldenburg noch zu einem temporären Lieferengpass und daraus folgend zu einem rückläufigen Umsatz geführt.

Trotz der schwierigen Konjunktur auch in der Ölbranche, die für das Unternehmen ein wichtiger Abnehmer ist, gehen die Hohenloher davon aus, dass sie die im Sommer schon einmal angehobene Ergebnisprognose übertreffen werden. Mathias Hallmann erwartet nunmehr einen Umsatz von rund 275 Millionen Euro und ein Ergebnis vor Steuern, Zinsen, Abschreibungen und Sondereinflüssen von mehr als 30 Millionen Euro. Der Planumsatz liegt damit zwar unter dem Vorjahreswert von 280 Millionen Euro, das kann Mathias Hallmann aber verschmerzen, weil sich das Ebitda vor Sondereinflüssen gleichzeitig mehr als verdoppeln soll.


Manfred Stockburger

Manfred Stockburger

Chefkorrespondent Wirtschaft

Manfred Stockburger beschäftigt sich seit 1997 intensiv mit der Wirtschaft in Heilbronn-Franken und darüber hinaus. Die rasante Veränderung der Autobranche und des Lebensmittelhandels interessiert ihn besonders, außerdem die Entwicklung der Firmen in Hohenlohe.

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