Nicotra-Gebhardt blickt zuversichtlich auf den neuen Eigentümer

Waldenburg  Der Ventilatorenhersteller aus Waldenburg soll an den US-Konzern Regal Beloit verkauft werden. Der künftige Eigentümer möchte Nicotra-Gebhardt langfristig halten.

Von Manfred Stockburger

Bei Nicotra-Gebhardt in Waldenburg stößt die angekündigte Übernahme des Ventilatorenherstellers durch den US-Konzern Regal Beloit auf ein sehr positives Echo. Deutschland-Geschäftsführer Thomas Eck freut sich darüber, dass die Gruppe, die bisher zu einem Finanzinvestor gehörte, nun einen strategischen Investor gefunden habe. "Die Nicotra-Gebhardt-Mannschaft hat es geschafft, den Investor von den eigenen Talenten zu überzeugen", sagt er. "Die Amerikaner waren sehr beeindruckt von der Innovationskraft unserer Produktentwicklung und unterstützen uns dabei, diesen Erfolg nun weiter auszubauen", berichtet Eck.

In einer Videobotschaft an die Nicotra-Gebhardt-Mitarbeiter betonte Regal-Chef Mark Gliebe die strategische Ausrichtung dieser Akquisition und den Wunsch, das Unternehmen auf Dauer im Konzern zu halten. Ziel sei es, Regal-Kunden mit energieeffizienten Systemlösungen zu beliefern und zugleich die eigene geographische Präsenz weiter auszubauen.

Bis Ende nächster Woche könnte der Deal stehen

Mit seinem Investment wolle der Industriekonzern aus Wisconsin seine Fähigkeit stärken, Kunden mit energieeffizienten Raumluftprodukten zu bedienen. Die Transaktion unterliegt noch dem üblichen europäischen Kartellverfahren. Mit einem Abschluss wird bereits in den nächsten Wochen gerechnet.

Thomas Eck und sein Management-Team werden auch in der neuen Konstellation "bei der Stange bleiben" und die Integration in den neuen Konzern mitgestalten, kündigte er an. Eck ist seit Anfang 2016 Geschäftsführer in Waldenburg.

Nicotra-Gebhardt produziert weltweit an neun Standorten mit rund 750 Mitarbeitern Industrieventilatoren. In Waldenburg sind 200 Mitarbeiter beschäftigt. Hergestellt werden Ventilatoren für verschiedene Anwendungsbereiche für Klima und Raumluft, Reinraumfilterung, Entrauchung und industrielle Prozessluft. Mit Baukastensysteme und maßgeschneiderte Systemlösungen sei das Unternehmen zu einem führenden europäischen Hersteller geworden, heißt es.