Nach Säuerattacke: EnBW verschärft Sicherheitsmaßnahmen

Karlsruhe  Der Energieversorger ist nach der Säureattacke auf den Vorstand eines Stromkonzerns in Kontakt mit der Polizei in Nordrhein-Westfalen. "Angemessene Maßnahmen" soll es nicht nur für Vorstände geben.

Von Heiko Fritze

Beim Karlsruher Energieversorger EnBW sind bereits am Sonntag, unmittelbar nach Bekanntwerden des Säureangriffs auf den Vorstand des Wettbewerbers Innogy, die Sicherheitsvorkehrungen für möglicherweise gefährdete Mitarbeiter überprüft und "angemessene Maßnahmen" ergriffen worden. Das berichtete eine Konzernsprecherin der Heilbronner Stimme.

"Wir beschränken uns dabei nicht auf den Vorstand", sagte sie. "Wir stehen seitdem in ständigem Kontakt zur Polizei in Essen, gerade wegen möglicher Hintergründe." Wie Innogy ist die EnBW stark im Bereich erneuerbare Energien und hier insbesondere Windkraft an Land und vor den Küsten engagiert.

Beim Karlsruher Energiekonzern gebe es ohnehin ein ständiges sogenanntes Monitoring zu sicherheitsrelevanten Themen. Nähere Details zu den ergriffenen Maßnahmen würden aber grundsätzlich nicht angegeben, so die Sprecherin weiter.