Modekette AWG kann weitermachen

Köngen/Region  Der Modehändler AWG war im Januar in die Pleite gerutscht und hat sich in Eigenverwaltung saniert. Dabei wurden auch 47 Standorte geschlossen - aber nicht in der Region.

Von Heiko Fritze
AWG
Das Logo der Mode-Kette AWG steht auf einem Schild. Die insolvente Mode-Handelskette AWG hat 47 der 300 Filialen geschlossen. Foto: dpa

Die Modekette AWG hat zu Monatsbeginn das Schutzschirmverfahren verlassen und agiert nun wieder selbstständig. Das teilte Sachwalter Holger Leichtle von der Kanzlei Schultze & Braun jetzt mit.

Das Unternehmen hatte Ende Januar eine Sanierung in Eigenverwaltung beantragt. In deren Verlauf wurden insgesamt 47 der zuvor knapp 300 Filialen geschlossen und 300 der zuvor 2700 Stellen abgebaut. Standorte in der Region waren allerdings nicht betroffen. AWG ist nach wie vor vertreten in Bad Rappenau, Brackenheim, Öhringen und zweimal in Mosbach.

"Die AWG steht jetzt wieder auf soliden Beinen und hat die besten Voraussetzungen, sich in dem hochkompetitiven Markt zu behaupten", sagt Rechtsanwalt Martin Mucha von der Kanzlei Grub Brugger, der als Generalbevollmächtigter eingesetzt war. "Erste Neueröffnungen an vielversprechenden Standorten sind bereits geplant", ergänzt Sachwalter Holger Leichtle. Das Unternehmen werde nun doch noch sein 50-jähriges Bestehen feiern − im zweiten Halbjahr. 


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