Jetzt doch ein Gemeinschaftsstand der Region

Hannover/Region  Anstelle der IHK organisiert die WFG Heilbronn in diesem Jahr einen Gruppen-Auftritt auf der Hannover Messe. Sieben Firmen machen mit und stehen fast am selben Platz wie im Vorjahr.

Von Heiko Fritze

Jetzt doch ein Gemeinschaftsstand der Region

Die Fahnen der Hannover Messe wehen doch wieder für einen regionalen Gemeinschaftsstand − aber nicht von der IHK.

Foto: dpa

Der Stand der IHK Heilbronn-Franken ist diesmal nicht dabei. Dafür erstmals ein Stand der Wirtschaftsförderung Raum Heilbronn, kurz WFG: Nach dem Ausstieg der Kammer mangels ausreichender Teilnehmerzahl organisiert diesmal der regionale Wirtschaftsförderer einen Auftritt auf der Hannover Messe für sieben Unternehmen aus Heilbronn-Franken. In derselben Halle 4, nur an einer anderen Stelle und mit etwas weniger Fläche als die IHK.

WFG hat lange Erfahrung mit Messeauftritten

"Wir machen ja schon seit etwa 15 Jahren Gemeinschaftsstände", erläutert WFG-Geschäftsführer Patrick Dufour. In diesem Jahr werden außer in Hannover auch Stände auf der Moulding Expo und der Blechexpo in Stuttgart organisiert. Nächstes Jahr ist die WFG mit Unternehmen aus der Region erstmals bei der Internationalen Zuliefererbörse IZB in Wolfsburg dabei, außerdem auf der Euroblech in Hannover und der Fakuma in Friedrichshafen. "Als der Stand der IHK abgesagt wurde, kamen Unternehmen auf uns zu und fragten, ob wir nicht einen Auftritt organisieren können", berichtet Dufour.

Und in der Tat war noch ein Platz frei, allerdings auf kleinerer Fläche - 222 statt bislang etwa 400 Quadratmeter. Dufour sagte zu - und fährt nun mit sieben Teilnehmern nach Hannover: Dietz aus Neuenstadt, Meidlinger aus Brackenheim, Pfanzler aus Güglingen, Romet aus Wolpertshausen, SBV aus Oedheim, Schwarz aus Siegelsbach und Schweikert aus Lehrensteinsfeld. Alle außer Pfanzler und Schweikert waren vergangenes Jahr am IHK-Stand dabei.

GFD wollte beim IHK-Stand mitmachen

Andere, wie etwa GFD aus Brackenheim, verzichten dieses Jahr notgedrungen auf die Messe. "Wir wollten eigentlich mitgehen", erzählt Geschäftsführerin Erika Löbich. "Nach der Absage konnten wir uns in der Kürze der Zeit aber nicht neu orientieren. Wir brauchen dann ja auch einen Stand in der passenden Halle." Daher habe die Unternehmensleitung beschlossen, dieses Jahr mit Hannover auszusetzen und neu zu sondieren. "Wir werden natürlich weiter an Messen teilnehmen", sagt die Geschäftsführerin.

Für Dietz ist die Hannover Messe wichtig

Bei Dietz in Neuenstadt ist Geschäftsführerin Karin Schröder froh über die Entwicklung. "Wir hätten sonst wohl etwas gemeinsam mit anderen Ausstellern vom IHK-Stand versucht", erzählt sie. So aber habe Dietz das Angebot der WFG gerne angenommen. "Wir freuen uns, dass wir weiter die Möglichkeit haben, mit geringerem Aufwand teilzunehmen", sagt Karin Schröder. "Wir wären ja auch gerne mit der IHK hingegangen." Die Hannover Messe habe für Dietz durchaus Bedeutung - "da stoßen immer wieder neue Kunden aus ganz anderen Branchen auf uns".

WFG sieht den Auftritt als Testballon

"Wir sehen uns nicht als Konkurrenz zur IHK", bekräftigt Dufour. Bislang sei immer klar gewesen, dass die WFG nicht bei der Hannover Messe auftrete, weil dort ja schon die IHK sei. Aber die Wirtschaftsförderung betrachte die Teilnahme auch als Testballon. "Wenn die Unternehmen es wieder wollen, werden wir das wieder anbieten."

 

 


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