Ex-Lidl-Chef Seidel geht von Otto zu Phoenix

Region/Mannheim  Für einigen Wirbel hat die Meldung vom Abgang des früheren Lidl-Chefs Sven Seidel bei der Hamburger Otto Group gesorgt. Am Tag der Mitteilung war noch nicht klar, wohin sich der Manager wieder zurück nach Süddeutschland begibt. Doch das ist nun bekannt.

Nun ist klar, wohin es den früheren Lidl-Chef Sven Seidel von der Otto Group wegzieht: Der 45-Jährige wechselt zum Mannheimer Pharma-Großhändler Phoenix und wird dort Vorstandsvorsitzender. Seidel tritt sein Amt am 1. November an und folgt auf Oliver Windholz, der Ende September das Unternehmen verlässt.

Teil der Merckle-Gruppe

Phoenix gehört zur Unternehmensgruppe der Familie Merckle, die auch größter Einzelaktionär bei Heidelberg Cement ist. Dessen Vorstandsvorsitzender Bernd Scheifele leitete zuvor von 1994 bis 2005 die Phoenix-Gruppe. Heute gilt das Unternehmen als größter pharmazeutischer Großhändler Deutschlands und einer der größten in Europa. Der Handelskonzern ist mit mehr als 37.000 Mitarbeitern in 27 Ländern aktiv, betreibt etwa 2500 eigene Apotheken und kam im jüngsten Geschäftsjahr auf einen Umsatz von 25,8 Milliarden Euro.

Karriere in der Schwarz-Gruppe

Sven Seidel hatte bei Kaufland als Dualer Student angefangen. Nach einigen Jahren bei Porsche Consulting war er zur Neckarsulmer Schwarz-Gruppe zurückgekehrt und wurde 2014 zum Lidl-Chef berufen. Unter anderem prägte er die damalige Online-Strategie des Discounters. 2017 folgte der Wechsel zur Otto-Gruppe, wo er unter anderem die Digitalisierung des Handelskonzerns betreute.


Heiko Fritze

Heiko Fritze

Autor

Heiko Fritze arbeitet seit 2001 bei der Heilbronner Stimme. Er ist für die Redaktion Wirtschaft & Politik tätig.

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