Audi plant mehr als 30 elektrifizierte Modelle bis 2025

Neckarsulm  Audi baut das Angebot an E-Autos deutlich aus. Der E6 könnte ab 2021 in Neckarsulm vom Band laufen. Zudem sollen bis 2025 alle Werke CO2-neutral arbeiten.

Audi plant mehr als 30 elektrifizierte Modelle bis 2025

Der Q4 E-Tron − hier noch als Studie − startet Ende 2020 auf der selben Plattform wie der ID.3 von Volkswagen. Das SUV-Coupé wird am VW-Standort Zwickau gebaut. In Heilbronn wird ab nächstem Jahr der E-Tron GT gefertigt.

Foto: Audi

Auf den ersten Blick ist alles ganz gewohnt. Der E-Tron reiht sich optisch in die anderen SUVs von Audi ein. Einsteigen, Platz nehmen, Startknopf drücken. Man hört, dass man nichts hört. Wie auch, wenn unter der Fronthaube der Motor fehlt?

Der E-Tron ist das erstes Elektroauto mit den vier Ringen. Das erste von vielen: Bis 2025 sollen mehr als 30 elektrifizierte Modelle auf den Markt kommen - sowohl reine E-Autos als auch Plug-in-Hybride. Diese Modellpalette soll bis 2025 für 40 Prozent des Gesamtabsatzes des Unternehmens stehen. Zudem sollen bis 2025 alle Werke CO2-neutral arbeiten.

E-Tron GT wird ab 2020 in Heilbronn produziert

Im November zeigt Audi bei der Automesse in Los Angeles als nächstes Fahrzeug den E-Tron Sportback. Als Schwestermodell zum Porsche Taycan wird der besonders dynamische E-Tron GT ab nächstem Jahr in den Böllinger Höfen in Heilbronn produziert. In den nächsten 15 Monaten geht als erster Audi auf Basis des Modularen Elektrifizierungs.Baukastens der Q4 E-Tron in Serie. Das Modell nutzt dieselbe Technik wie der VW ID.3.

Das SUV-Coupé soll laut Audi mehr als 500 Kilometer weit kommen und wird im VW-Werk Zwickau gebaut. "Ende nächsten Jahres präsentieren wir den Q4 E-Tron. Das SUV-Kompaktmodell markiert bis auf Weiteres den Einstieg in die Elektromobilität", sagt Entwicklungsvorstand Hans-Joachim Rothenpieler.

Neue Plattform für die gehobene Mittelklasse

Autostimme-Special

Eine zwölfseitige Sonderausgabe der Autostimme widmet sich am Mittwoch, 9. Oktober der Elektromobilität.

Große Hoffnungen ruhen bei Audi auf dem PPE (Premium Platform Electric). Sie soll Elektromobilität auch in der gehobenen Mittelklasse erschwinglich machen. Im Jahr 2021 soll auf PPE-Basis ein viertüriges Coupé auf den Markt kommen, das von der Größe her zwischen dem A5 Sportback und dem A7 Sportback angesiedelt sein wird.

Das Auto, das voraussichtlich E6 heißen wird, könnte dem Vernehmen nach in Neckarsulm gebaut werden. Allerdings stehen immer noch Verhandlungen zwischen Vorstand und Betriebsrat über die künftigen Werkbelegungen aus. Das Stammwerk in Ingolstadt macht sich Hoffnungen auf die Elektroversion des Q5, der EQ5 heißen soll.

Kombination aus Benzin- und Elektromotor als nächster Schritt

Bis die reinen E-Autos alle kommen, meldet sich Audi erst einmal im Segment der Plug-in-Hybriden zurück. Fahrzeuge also, die einen Benzin- mit einem Elektromotor verbinden, eine Batterie an Bord haben und Strecken um die 40 Kilometer rein elektrische zurücklegen können. Gleich vier Modelle stehen in den Startlöchern, und das nächste halbe Dutzend ist schon in der Pipeline. Den Anfang machen der A7 Sportback aus dem Werk Neckarsulm und der Q5. Kurze Zeit später starten A8 (Neckarsulm) und Q7.

 

 


Alexander Schnell

Alexander Schnell

Ressortleiter Leben und Freizeit

Alexander Schnell leitet seit 1. Juni 2006 das Ressort Leben und Freizeit und ist damit für alle Sonderveröffentlichungen des Medienunternehmens zuständig. Dazu gehören unter anderem auch das Wochenendmagazin Freizeit und die Autostimme. Ein Spezialgebiet des gebürtigen Heilbronners sind alle Themen rund ums Auto und Mobilität. Darüber hinaus ist Schnell Mitglied der Chefredaktion.

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