Mehmet Topyürek startet Weltrekordversuch: Zu Fuß um den Bodensee mit Baumstamm auf der Schulter
Das Markenzeichen von Mehmet „Mamo“ Topyürek ist ein Baumstamm, mit dem er bei Wettkämpfen antritt. Jetzt will er damit auf der Schulter den Bodensee umrunden – und plant noch mehr.
Einfach so einen Marathon zu laufen, das ist ihm zu langweilig. Das gilt selbst für einen noch längeren Ultra-Marathon. Deshalb wurde aus Mehmet „Mamo“ Topyürek vor Jahren der Heilbronner Baumstammläufer. Mit einem Baumstamm auf der Schulter nimmt er an Wettbewerben teil und ist, etwa bei Ninja Warrior auf RTL, im TV zu sehen. Jetzt plant der 40-Jährige seine nächste Herausforderung.
Heilbronner will Bodensee zu Fuß umrunden – mit Baumstamm auf der Schulter
Topyürek will den Bodensee zu Fuß umrunden – natürlich mit Baumstamm. Der ist 20 Kilogramm schwer. „Das ist die beste Bewegung für Extremsportler“, sagt er lachend im Gespräch mit der Heilbronner Stimme. „Ich versuche immer wieder, etwas Neues ins Leben zu rufen.“ Ein Freund und früherer Ultraläufer hatte den Bodensee-Vorschlag vorgebracht, Topyürek gleich zugestimmt.

Zuvor hat er die Strecke mit dem Fahrrad besichtigt, 250 Kilometer waren es da. Beim Laufen dürften es zwischen 260 und 270 Kilometer werden, die der Heilbronner an drei Tagen absolvieren will – inklusive Untersee übrigens. Start und Ziel ist in Lindau. Von dort geht es an Tag eins in Richtung Bregenz und in die Schweiz. Am zweiten Tag durch die Schweiz und zurück auf die deutsche Seite. Zum Abschluss in Richtung Friedrichshafen und Lindau. Los geht es laut seiner Website am 18. September.
„Die Wege sind sehr gut“, blickt Topyürek voraus. „An einer Stelle auf deutscher Seite wird es richtig bergig. Die vielen Höhenmeter hätte ich nicht erwartet. Das wird mich fordern.“ Dennoch ist er überzeugt, auch diese Herausforderung zu bestehen. „Mit Geduld, Selbstakzeptanz und Motivation – dann kann es nur vorwärts gehen.“
Mehmet Topyürek plant am Bodensee nächsten Baumstamm-Weltrekordversuch
Der Heilbronner, der sich gerade in einem Sabbatical befindet, benötigt Unterstützung, auch in Form von Sponsoren. Dabei geht es um Motorroller samt Fahrer, die ihn auf der Strecke mit Äpfeln, Trauben oder Getränken versorgen.
Und wie bei anderen Baumstamm-Weltrekordversuchen von ihm wird auch dieses Mal eine Organisation vor Ort sein: die Record Holders Republic. Auch die will bezahlt sein. Über Schaulustige und Mitstreiter vor Ort freut er sich. „Wenn mich andere Athleten und Zuschauer nicht so feiern würden, dann würde ich es nicht so extrem machen.“ Mit seinen Aktionen sammelt der 40-Jährige Spendengelder für Kinder ein – wem die Bodensee-Spenden zugute kommen sollen, will er in Kürze bekannt geben.
Ideen hat der Heilbronner viele. „Wenn ich größere Sponsoren hätte, würde ich ganz andere Runden laufen – an der Grenze von Baden-Württemberg oder der von Deutschland entlang“, sagt Topyürek. Auch bei Ironman-Wettkämpfen würde er gerne häufiger antreten, die Veranstalter müssten freilich seinen Baumstamm-Auftritt genehmigen. Aber auch beim Triathlon gilt beim 40-Jährigen: olympische oder Halbdistanz reizen ihn nicht, es sollte dann schon die Langdistanz sein.
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