Soko "Parkplatz" mit neuem Leiter

Heilbronn - Die Polizistenmord-Sonderkommission „Parkplatz“ hat einen neuen Leiter. Der bisherige Soko-Chef, Frank Huber, wechselte als Dozent an die Hochschule der Polizei in Villingen-Schwenningen.

Die Polizistenmord-Sonderkommission „Parkplatz“ hat einen neuen Leiter. Der bisherige Soko-Chef, Frank Huber, wechselte zum 1. Oktober als Dozent an die Hochschule der Polizei in Villingen-Schwenningen.

Kriminalrat Huber hatte die Soko bei der Polizeidirektion Heilbronn seit dem Mord an der Polizistin Michéle Kiesewetter auf der Theresienwiese im April 2007 geleitet. Er blieb auch Leiter der Soko, als diese im Februar dieses Jahres zum Landeskriminalamt (LKA) nach Stuttgart umzog. „Er ist auf eigenen Wunsch an die Hochschule gewechselt“, sagte LKA-Sprecher Horst Haug, Hubers Nachfolger ist Kriminalrat Josef Schäffer.

Laut Haug ist der 59-jährige Schäffer ein erfahrener Ermittler aus dem Bereich der organisierten Kriminalität. Es sind noch 13 Beamte in der Soko „Parkplatz“, keiner mehr aus Heilbronn. Die Ermittler haben derzeit noch rund 50 Spuren in Bearbeitung, so Haug. „Es kommen immer wieder Hinweise hinzu. Wir bleiben so lange dran, bis alle Spuren ausermittelt sind und hoffen natürlich, dass wir noch Erfolg haben werden.“



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Am 25. April 2007 gegen 14 Uhr findet ein Radfahrer zwei Polizisten blutüberströmt bei ihrem Streifenwagen auf der Heilbronner Theresienwiese liegend. Es handelt sich um die 22-Jährige Polizeimeisterin Michèle Kiesewetter und ihren 24-jährigen Kollegen. Kieseweter ist tot. Ihr Kollege liegt schwer verletzt daneben.

Etwa vier Jahre später wird der Zwickauer Terrorzelle eine Mordserie zugeordnet, darunter auch der Anschlag in Heilbronn. 2013 beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe, der einzig Überlebenden des Terror-Trios.

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