NSU-Ausschuss befragt Ex-BND-Präsident Uhrlau

Stuttgart/Heilbronn  Waren zum Zeitpunkt des Polizistenmordes Geheimdienste in Heilbronn aktiv? Der NSU-Untersuchungsausschuss im baden-württembergischen Landtag befragt heute den früheren Präsidenten des Bundesnachrichtendienstes, Ernst Uhrlau.

Eine Gedenktafel erinnert an Michèle Kiesewetter
Michèle Kiesewetter wurde 2007 erschossen. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv

Am Vormittag geht im weitesten Sinne noch einmal um die Frage, ob ausländische Geheimdienste zum Zeitpunkt der Ermordung der Polizistin Kiesewetter am 25. April 2007 in Heilbronn waren. Sowohl der NSU-Untersuchungsausschuss im Bundestag als auch der erste NSU-Ausschuss in Stuttgart konnten solche Vermutungen bislang nicht erhärten. 

Der Mord an Kiesewetter wird den Rechtsterroristen des „Nationalsozialistischen Untergrunds“ (NSU) zugeschrieben, die nach Überzeugung der Bundesanwaltschaft für zehn Morde zwischen 2000 und 2007 verantwortlich sind.

Zudem geht der Ausschuss der Frage nach, ob bislang ungeklärte Straftaten in Baden-Württemberg möglicherweise auch dem NSU zuzuschreiben sind. Dazu werden Ermittler befragt. lsw

 

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Am 25. April 2007 gegen 14 Uhr findet ein Radfahrer zwei Polizisten blutüberströmt bei ihrem Streifenwagen auf der Heilbronner Theresienwiese liegend. Es handelt sich um die 22-Jährige Polizeimeisterin Michèle Kiesewetter und ihren 24-jährigen Kollegen. Kieseweter ist tot. Ihr Kollege liegt schwer verletzt daneben.

Etwa vier Jahre später wird der Zwickauer Terrorzelle eine Mordserie zugeordnet, darunter auch der Anschlag in Heilbronn. 2013 beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe, der einzig Überlebenden des Terror-Trios.

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