NSU: Anschlag in Stuttgart geplant?

Heilbronn/Stuttgart - Die Rechtsterroristen vom Nationalsozialistischen Untergrund hatten offenbar doch weit intensivere Bezüge zu Baden-Württemberg als bisher bekannt. Warum der NSU 2007 in Heilbronn auftrat und die Polizistin Kiesewetter tötete, bleibt jedoch weiter unklar.

NSU-Terror Heilbronn/Stuttgart - Die Rechtsterroristen vom Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) hatten offenbar doch weit intensivere Bezüge zu Baden-Württemberg als bisher bekannt.

Wie die "taz" berichtet, haben Ermittler im Brandschutt des Zwickauer NSU-Hauses eine CD mit Aufschrift "Stuttgart" entdeckt, auf der Aufnahmen vom Juni 2003 von Läden und Bistros zu sehen sind. Das Bundeskriminalamt habe keine Zweifel, dass in Stuttgart mögliche Anschlagsziele "ausbaldowert worden sind", schreibt die taz.

Zudem sollen Uwe Mundlos, Uwe Böhnhardt und Beate Zschäpe bis 2001 enge Kontakte zur Skinhead-Szene in Ludwigsburg gehabt haben. Fotos sollen sie im Partykeller eines Ludwigsburger Naziskins zeigen.

In Briefen soll Uwe Mundlos zudem vom "Osterbesuch bei den Spätzles" berichtet haben − und von vielen Waffen vor Ort. Warum der NSU 2007 in Heilbronn auftrat und die Polizistin Michèle Kiesewetter tötete, bleibt jedoch weiter unklar. cf


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Am 25. April 2007 gegen 14 Uhr findet ein Radfahrer zwei Polizisten blutüberströmt bei ihrem Streifenwagen auf der Heilbronner Theresienwiese liegend. Es handelt sich um die 22-Jährige Polizeimeisterin Michèle Kiesewetter und ihren 24-jährigen Kollegen. Kieseweter ist tot. Ihr Kollege liegt schwer verletzt daneben.

Etwa vier Jahre später wird der Zwickauer Terrorzelle eine Mordserie zugeordnet, darunter auch der Anschlag in Heilbronn. 2013 beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe, der einzig Überlebenden des Terror-Trios.

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