Disziplinarverfahren gegen drei Polizisten im Fall Florian H.

Stuttgart  Wegen möglicher Versäumnisse bei den Ermittlungen im Fall des toten Neonazis Florian H. laufen Disziplinarverfahren gegen drei Polizisten. Das bestätigte ein Sprecher des Innenministeriums auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur in Stuttgart.

Florian H. war im Herbst 2013 in einem brennenden Wagen in Stuttgart gestorben. Die Polizei ging sehr schnell von Suizid aus und durchsuchte das ausgebrannte Fahrzeug damals allen Anzeichen nach nur oberflächlich.

An diesem Montag will der Präsident des Polizeipräsidiums Stuttgart, Franz Lutz, im NSU-Untersuchungsausschuss des Landtags in nicht-öffentlicher Sitzung den Stand der Disziplinarverfahren erläutern. Am Mittwoch äußert sich dazu auch Innenminister Reinhold Gall (SPD) - allerdings im Innenausschuss. Der frühere Neonazi Florian H. hatte erklärt, er kenne die Mörder der Polizistin Michèle Kiesewetter, die 2007 in Heilbronn getötet worden war - mutmaßlich vom rechtsterroristischen «Nationalsozialistischen Untergrund» (NSU). lsw


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Am 25. April 2007 gegen 14 Uhr findet ein Radfahrer zwei Polizisten blutüberströmt bei ihrem Streifenwagen auf der Heilbronner Theresienwiese liegend. Es handelt sich um die 22-Jährige Polizeimeisterin Michèle Kiesewetter und ihren 24-jährigen Kollegen. Kieseweter ist tot. Ihr Kollege liegt schwer verletzt daneben.

Etwa vier Jahre später wird der Zwickauer Terrorzelle eine Mordserie zugeordnet, darunter auch der Anschlag in Heilbronn. 2013 beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe, der einzig Überlebenden des Terror-Trios.

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