„Die Frau ohne Gesicht“ - ZDF-Film über Phantom

Hamburg/Heilbronn - Seit 15 Jahren begeht eine Unbekannte Verbrechen in Europa - skrupellos, eiskalt und brutal. Doch obwohl die Polizei ihren genetischen Fingerabdruck kennt, ist die mutmaßliche Polizistenmörderin von Heilbronn die „Frau ohne Gesicht“ geblieben. So heißt auch die ZDF-Sendung in der Reihe „Der Fall“, die heute Abend ausgestrahlt wird. Darin gehen die Autorinnen Ulrike Eichin und Kristina Kayatz den mysteriösen Fällen ohne Aufklärung nach.

Der Fall Szene aus der ZDF-Sendung "Der Fall": Sogenannte Profiler des Stuttgarter Landeskriminalamtes arbeiten am Täterprofil der meistgesuchten Frau Deutschlands. Foto: Ulrike Eichin / ZDF

Hamburg/Heilbronn - Seit 15 Jahren begeht eine Unbekannte Verbrechen in Europa - skrupellos, eiskalt und brutal. Doch obwohl die Polizei ihren genetischen Fingerabdruck kennt, ist die mutmaßliche Polizistenmörderin von Heilbronn die „Frau ohne Gesicht“ geblieben. So heißt auch die ZDF-Sendung in der Reihe „Der Fall“, die heute Abend (21.00 Uhr) ausgestrahlt wird. Darin gehen die Autorinnen Ulrike Eichin und Kristina Kayatz den mysteriösen Fällen ohne Aufklärung nach.

Ihre DNA-Spur wurde an über 30 Tatorten entdeckt, aber niemand kennt ihren Namen, ihr Alter oder ihr Gesicht. Sie war beteiligt an Diebstählen, Einbrüchen, Raubüberfällen und sechs Morden. Besondere Brisanz bekam der Fall der „Frau ohne Gesicht“ im April 2007 durch den Mord an einer Polizistin in Heilbronn, der einer Hinrichtung glich. Die junge Beamtin wurde durch einen Kopfschuss getötet, ihr Kollege schwer verletzt. Am Tatort hinterließ die Täterin ihren genetischen Fingerabdruck.

Seit über einem Jahr ermittelt eine Sonderkommission der Heilbronner Kripo in dem Fall - ohne greifbaren Erfolg, obwohl eine Belohnung von 150.000 Euro ausgesetzt wurde. Soko-Leiter Frank Huber hat die Hoffnung dennoch nicht aufgegeben: „Jeder neue Treffer bietet uns neue Chancen, um einen entscheidenden Schritt voranzukommen.“ Obwohl die Ermittler es laut DNA-Analyse eindeutig mit einer Frau zu tun, stellen sie sich die Frage, ob sie auch als solche zu erkennen ist. Ein Zeuge will bei einem Einbruch einen Mann beobachtet haben. War es ein Komplize oder das „Phantom“ selbst, nach dem die Polizei seit Jahren sucht?

TV-Team an den Tatorten

Normalerweise schärft sich mit jeder neuen Tat das Profil des Gesuchten, doch in diesem Fall wird das Bild der Unbekannten von Mal zu Mal diffuser. Das Fernsehteam begibt sich auf Spurensuche an den unterschiedlichsten Tatorten. Die Polizei nahm Speichelproben bei Zeitschriftenwerbern, Obdachlosen und in der Drogenszene. Mal scheint sich die „Phantom“-Frau mit hochprofessionellen Einbrechern zusammenzutun, mal mit dilettantischen Dieben. Es gibt keinerlei Verbindungen - weder zwischen den Tätern noch zwischen den Opfern, noch zwischen Tätern und Opfern.

Fest steht nur: Die unbekannte Serientäterin ist sehr mobil. Ihre DNA-Spur wurde im Saarland, in Rheinland-Pfalz, Hessen und Baden- Württemberg gefunden, aber auch in Österreich und Frankreich. Im Mai 2008 hinterließ sie ihren genetischen Fingerabdruck bei einem brutalen Überfall in einem Angelsportverein im saarländischen Saarhölzbach. Dabei wurde eine 57 Jahre alte Frau niedergeschlagen und ausgeraubt. lsw


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Am 25. April 2007 gegen 14 Uhr findet ein Radfahrer zwei Polizisten blutüberströmt bei ihrem Streifenwagen auf der Heilbronner Theresienwiese liegend. Es handelt sich um die 22-Jährige Polizeimeisterin Michèle Kiesewetter und ihren 24-jährigen Kollegen. Kieseweter ist tot. Ihr Kollege liegt schwer verletzt daneben.

Etwa vier Jahre später wird der Zwickauer Terrorzelle eine Mordserie zugeordnet, darunter auch der Anschlag in Heilbronn. 2013 beginnt der Prozess gegen Beate Zschäpe, der einzig Überlebenden des Terror-Trios.

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