Wo die Laune sprunghaft steigt: In Brackenheim hat die Sprung Arena ihre Pforten geöffnet

Brackenheim  Letizia aus Lauffen und ihre Freundin Nelly aus Nordheim sind auf der Jagd nach einem neuen Highscore. Beim interaktiven Valo Jump überwinden sie in Sekundenschnelle schwindelnde Höhe auf dem Trampolin.

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Wer verlässt als erster den Balken? Geschäftsführer Alexander Burkhardt (links) misst sich mit Bürgermeister Thomas Csaszar am Foam Pit.

Foto: Andreas Veigel

"Es ist cool, dass so etwas in der Nähe aufgemacht hat", sind sich die elf- und zehnjährigen Mädchen einig. Mit "so etwas" meinen die beiden die Sprung Arena im Brackenheimer Stadtteil Meimsheim. Geschäftsführer und Inhaber Alexander Burkhardt ist froh, dass es endlich losgeht. Seit rund zwei Wochen hat der Indoor-Trampolin-Park geöffnet. "Wir sind sehr zufrieden. Die Leute nehmen es mit Begeisterung an", sagt Burkhardt.

Alte Schlosserhalle nicht wiederzuerkennen

Neun Attraktionen und zwei Bistroebenen teilen sich rund 1500 Quadratmeter. Die ehemalige Schlosserhalle in der Daimlerstraße ist nicht wiederzuerkennen. Im Oktober vergangenen Jahres haben Burkhardt und sein Geschäftspartner Nizam Kapici mit dem Umbau begonnen. Mit einem sechsstelligen Betrag haben sie einen Indoor-Parcours für Bewegungsspaß auf die Beine gestellt.

Neun Attraktionen rund ums Springen

Nick aus Nordheim ist begeistert. "Ich war auch schon einmal bei einem Kindergeburtstag in der Sprungbude in Filderstadt", sagt der Zehnjährige schweißüberströmt. "Aber hier ist es cooler." Neun Attraktionen rund ums Springen können die Besucher nutzen. Die Möglichkeiten reichen vom "Ninja Parcours", der Geschicklichkeit, Kraft und Geschwindigkeit abverlangt, über "Wipe Out", bei dem es gilt, drehenden Armen auszuweichen bis zur "Trumpling Lane" mit Zeit und Platz für Saltos oder Flick-Flacks. In Planung ist jetzt noch eine Basketballstation.

Termine im Internet buchen

"Wir setzen auf Klasse statt Masse", erklärt Burkhardt die Philosophie des Unternehmens. Den Trampolin Parcours dürfen maximal 60 Personen gleichzeitig nutzen. Im Internet oder per Telefon können Zeitfenster gebucht werden. "So haben wir den Überblick, wie viele Besucher da sind." Natürlich seien aber auch Gäste willkommen, die sich spontan für einen Besuch entscheiden. "Wir halten immer 20 Prozent der Kapazität als Sicherheitspotenzial offen", so der Geschäftsführer.

Auch für Kinder unter zwölf Jahren

Im Bistro kann man sich auch ohne Anmeldung eine Erfrischung oder einen Snack genehmigen. Hier ist Platz für 120 Personen. Kinder unter zwölf Jahren müssen von einem Erwachsenen begleitet werden. Ab vier Jahren können die Kinder auf die Trampoline. Jüngere dürfen nur hüpfen, wenn ein Erwachsener mit auf dem Gerät ist.

Trendsportart bereichert Angebot in der Stadt

Für Brackenheims Bürgermeister Thomas Csaszar ist die Sprung Arena eine Bereicherung für die Stadt. "Dieses neue Freizeitangebot ist sehr willkommen." Es erweitere nicht nur das Angebot in der Stadt und decke ein großes Einzugsgebiet ab. Diese Trendsportart richte sich eben auch vor allem an die Interessen von Jugendlichen und jungen Familien. Das Konzept überzeuge ihn. "Hier werden Bewegung, Gesundheit und Sport mit Freude gekoppelt", so das Stadtoberhaupt.

So könnte die Einrichtung aus der Sicht des Bürgermeisters auch interessant für die Grundschulen in der Stadt sein. Denn, so Csaszar, neben Körpergefühl und Koordination decke die Einrichtung auch einen sozialen Aspekt ab. "Das Miteinander wird gefördert."

Analyse

Die Geschäftsidee hatten die beiden Inhaber der Sprung Arena, Alexander Burkhardt Nizam Kapici bereits 2019. Damals haben sie sich verschiedene Indoor-Spielplätze angeschaut. Unter anderem das Simsalabim in Erlenbach. Das hat inzwischen geschlossen. Die nächsten ähnlichen Anlagen gibt es rund um Stuttgart. "Wir schließen hier eine Lücke", sagt Burkhardt. Nach einer Standortanalyse sind die beiden im Brackenheimer Stadtteil Meimsheim fündig geworden.


Wolfgang Müller

Wolfgang Müller

Autor

Wolfgang Müller arbeitet seit Oktober 2000 in der Regionalredaktion der Heilbronner Stimme. Derzeit berichtet er hauptsächlich aus dem Zabergäu.

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