In den Zabergäuer Rathäusern gibt es wieder normale Öffnungszeiten

Zabergäu  Auch ohne vorherige Terminvereinbarung können Bürger im Zabergäu wieder mit ihren Anliegen in den Amtsstuben vorsprechen.

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In den Rathäusern im Zabergäu kehrt zunehmend die Normalität zurück. In Brackenheim war das Verwaltungsgebäude nie ganz geschlossen.

Foto: Archiv/Veigel

Für die Bürger im Zabergäu hat sich die Situation in den Rathäusern inzwischen wieder deutlich entspannt. Während der Hochphase der Corona-Pandemie konnten Anliegen in den Amtsstuben in der Regel nur mit vorheriger Terminvereinbarung vorgetragen werden. Für den normalen Publikumsverkehr waren in einer Reihe von Kommunen die Rathaustüren geschlossen. "Inzwischen haben wir wieder zu den üblichen Sprechzeiten geöffnet", sagt etwa Güglingens Bürgermeister Ulrich Heckmann.

Terminvereinbarungen sind Vergangenheit

Seit Mitte September gehören Terminvereinbarungen mit den Ämtern des Güglinger Rathauses der Vergangenheit an. "Wir gehen grundsätzlich davon aus, dass sich die pandemische Lage verbessert hat", sagt Heckmann. "Viele Menschen sind inzwischen geimpft." Es bestehe nicht mehr das ganz große Risiko einer Infektion, so der Rathauschef.

Heckmann macht allerdings keinen Hehl daraus, dass die Verwaltung gute Erfahrungen mit der Terminvergabe gemacht hat. "Die Fachämter konnten sich auf das Anliegen einstellen und sämtliche Unterlagen bereitlegen", sagt der Verwaltungschef. Gleichzeitig wurden die Bürger bei der Terminvergabe darüber informiert, welche Unterlagen sie mitbringen müssen. "Doppelbesuche sind weggefallen", sagt Heckmann.

Rathäuser sind öffentliche Gebäude

Dennoch gibt es jetzt keine Terminvergaben mehr. "Weil man ein Rathaus nicht einfach zuschließen kann. Es ist ein öffentliches Gebäude", so Heckmann. Terminvergaben und spontane Besuche ließen sich aber organisatorisch nicht vereinbaren. Es besteht Maskenpflicht und Abstandsgebot.

Auch in Nordheim ist das Rathaus seit einigen Wochen wieder für den normalen Publikumsverkehr geöffnet. Termine könnten zwar nach wie vor vereinbart werden, so Bürgermeister Volker Schiek. Unangekündigte Besuche im Rathaus wieder zuzulassen, verbindet der Nordheimer Rathauschef aber mit dem Servicegedanken. "Wir sind für die Bürger da, nicht umgekehrt", sagt Schiek.

Maske, Abstand, Desinfektion und Disziplin nennt Schiek als Voraussetzung, um das Rathaus wieder zu öffnen. "Das funktioniert bei sehr gut." Deshalb halte er von unnötigen Sperren nichts. "Wir orientieren uns an den Corona-Bestimmungen und gehen für den Service so weit wie möglich an die Kante", sagt der Nordheimer Rathauschef.

Personenzahl im Bürgerbüro ist begrenzt

In Brackenheim war das Rathaus während der Pandemie nie ganz geschlossen, berichtet Bürgermeister Thomas Csaszar. Das Bürgerbüro war immer für den Publikumsverkehr geöffnet. Wie während der gesamten Pandemie gilt aber nach wie vor Masken- und Desinfektionspflicht. "Wenn ein Bürger kommt, wird er hereingeleitet. Mit Maske, aber ohne Vorbehalte", sagt der Brackenheimer Rathauschef. Darüber hinaus dürfen nach wie vor maximal zwei Personen das Bürgerbüro betreten - eine Ausnahme sind Familien. Alle anderen müssen auf dem Platz vor dem Rathaus warten.

Geändert hat sich die Terminpflicht. War es während der Hochphase der Pandemie nur nach Absprache möglich, mit einem Mitarbeiter aus den Fachbereichen zu sprechen, sei das jetzt nicht mehr zwingend erforderlich. "Es empfiehlt sich aber trotzdem nach wie vor, einen Termin anzustreben", sagt Csaszar. "Damit die Mitarbeiter auch im Haus sind."


Wolfgang Müller

Wolfgang Müller

Autor

Wolfgang Müller arbeitet seit Oktober 2000 in der Regionalredaktion der Heilbronner Stimme. Derzeit berichtet er hauptsächlich aus dem Zabergäu.

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