Radweg Lauffen-Brackenheim ist fertig

Lauffen/Brackenheim  Nach neun Monaten Bauzeit ist die Verbindungsstrecke zwischen dem Neckartalradweg und dem Zabergäu fertig. Eine Unterführung gewährleistet die sichere Querung der Landesstraße.

Von Harald Schmidt
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Brackenheims Bürgermeister Thomas Csaszar, Planerin Lisa Zörner, Christiane Feil vom Regierungspräsidium und Lauffens Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger(v.l.) gaben gemeinsam den Weg für die Radfahrer frei.

Foto: Harald Schmidt

Der Radweg zwischen Lauffen und Brackenheim ist fertiggestellt. Am Samstagnachmittag gaben Bürgermeister Klaus-Peter Waldenberger und sein Brackenheimer Kollege Thomas Csaszar die Verbindungsstrecke zwischen dem Neckartalradweg und dem Zabergäu offiziell für den Radverkehr frei.

"Das Projekt stellt ein gutes Beispiel für eine gelungene interkommunale Zusammenarbeit zwischen den Städten Brackenheim und Lauffen zum beiderseitigen Nutzen dar", sagte Waldenberger im Beisein von Vertretern der am Bau beteiligten Unternehmen, Institutionen und Behörden.

So hat das Bauamt Lauffen die Planungs- und Genehmigungsphase übernommen, während die Bauphase von Brackenheim aus begleitet wurde. In rund neunmonatiger Bauzeit wurde der entlang der Landesstraße 1103 verlaufende Radweg auf eine Breite von 2,50 Meter ausgebaut. Herzstück der Baumaßnahmen ist die errichtete Unterführung im Bereich der Abzweigung nach Meimsheim und Hausen.

Gefahrlose Querung der Landesstraße

Mussten die Radfahrerinnen und Radfahrer an dieser Stelle zuvor die vielbefahrene Landesstraße noch überqueren, so gewährleistet die Unterführung jetzt eine gefahrlose Querung.

Für zusätzliche Sicherheit im Bereich der Unterführung sorgen eine entsprechende Linienführung, eine Verbreiterung auf bis zu fünf Meter, eine Mittelleitlinie und nicht zuletzt eine ausreichende Beleuchtung. Die Baukosten von insgesamt rund 1,6 Millionen Euro werden vollständig vom Land Baden-Württemberg übernommen.

Die zusätzlichen Planungs- und Baunebenkosten werden von den beiden Kommunen getragen, die auch für die zukünftigen Unterhaltskosten aufkommen müssen.

In den Baukosten sind auch 80.000 Euro für die Erneuerung des Belags der Landesstraße nach Meimsheim enthalten. Hier hatte sich das Land bei der nötigen Sperrung zur Freude von Csaszar kurzfristig zu den Sanierungsmaßnahmen entschlossen. "Das war eine positive, aber auch notwendige Begleitmaßnahme. Hier geht unser Dank noch mal an das Regierungspräsidium", erklärte er.

Neben der Fahrbahnsanierung und dem Anbringen von Leitplanken wurden noch weitere nicht in den Planungen enthaltene Maßnahmen ausgeführt. "Die Erneuerung der Kappe der Zaberbrücke in Richtung Lauffen verursachte zusätzliche Kosten von 80.000 Euro", wusste Thomas Kistinger vom Planungsbüro BIT aus Öhringen.

Gut geplant 

Dass die ursprünglich veranschlagten Gesamtkosten dennoch nicht überschritten wurden, lag an dem sehr guten Angebot der ausführenden Firma Amos aus Brackenheim. "Dadurch blieben wir 200.000 Euro unter dem Ansatz", so der Diplom-Ingenieur. Die gesamten Baumaßnahmen liefen reibungslos ab, selbst der Radverkehr konnte dank eines Brückenprovisoriums durchgängig aufrechterhalten werden. "Da passte alles, die Maßnahmen waren bestens geplant", lobte Jürgen Binder von der Firma Amos.

Erforderlich waren auch eine ständige ökologische Baubegleitung und vorherige Artenschutzuntersuchungen. Für vor Ort lebende Eidechsen wurden Steinschüttungen und Reptilienzäune errichtet und Nistkästen für die Vogelwelt aufgehängt.

Als Ausgleich für die notwendigen Rodungen wurden entlang der Zaber ein Auwaldstreifen sowie zahlreiche Baum- und Buschpflanzungen angelegt. "Wir haben über 1000 Pflanzungen vorgenommen", berichtete Kistinger.

Zu den ersten Radlern, die durch die neue Unterführung fuhren, zählte Gerhard Krapf aus Dürrenzimmern. "Die Strecke wurde damit erheblich aufgewertet und vor allem sicherer. Das ist eine insgesamt gelungene Sache", freute sich der 77-jährige Hobbyradler.

Der Radweg zwischen dem Brackenheimer Stadtteil Hausen und Nordheim ist auf einem Teilstück von rund 500 Metern noch unbefestigt. Dieser Bereich soll in einer Breite von drei Metern ausgebaut werden. Die Maßnahme ist ein Gemeinschaftsprojekt der Stadt Brackenheim und der Gemeinde Nordheim. Die Investitionskosten belaufen sich auf rund 200.000 Euro, eine Förderung der Kosten in Höhe von 75 Prozent wird erwartet. "Sobald die Zusage vorliegt, wird gebaut", sagte Bauamtsleiter Heiko Bleibdrey. 

 


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