Was Vereine und Organisationen von der neuen Bürgermeisterin erwarten

Zaberfeld  Die neue Zaberfelder Bürgermeisterin Diana Kunz hinterlässt bei Vereinen und Organisationen einen positiven ersten Eindruck.

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Bürgermeisterin Diana Kunz lässt sich von Heimleiter Alexander Decker-Weimer die Räumlichkeiten des neuen Seniorenzentrums zeigen.

Foto: Friedhelm Römer

Durchweg positiv sind die ersten Erfahrungen, die Vereine und Einrichtungen in Zaberfeld mit der neuen Bürgermeisterin Diana Kunz gemacht haben. "Bei mir hat sie einen sehr motivierten Eindruck hinterlassen", sagt die stellvertretende Geschäftsführerin der Alexander-Stift GmbH, Carmen Klump. Diana Kunz hatte vor zehn Tagen das neue Seniorenzentrum in der Ortsmitte besucht und dabei unter anderem angekündigt, die Gründung eines Fördervereins zu unterstützen. Klump: "Diana Kunz sieht das Seniorenzentrum als Teil der Gemeinde und möchte Leben ins Haus bringen." Und die Rathauschefin selbst machte deutlich, dass dieses Haus wichtig für die Infrastruktur in Zaberfeld sei. "Für mich als neue Bürgermeisterin ist das natürlich ein Glücksgriff, ein neues Seniorenzentrum einweihen zu dürfen."

"Ich bin zuversichtlich, dass sie uns aktiv dabei unterstützen wird, unser Haus ins Gemeindeleben zu integrieren, als Bindeglied zwischen Vereinen, Bürgern und den Bewohnern", sagt Heimleiter Alexander Decker-Weimer.

Zielführendes Gespräch

Einen ähnlich positiven Eindruck hat auch Albrecht Michel von Diana Kunz bekommen. "Ich hatte bisher nur ein einziges Gespräch mit ihr, aber das war sehr zielführend", sagt der Vorsitzende des Heimatvereins Leonbronn. In dem Gespräch vor zwei, drei Wochen ging es um eine zu sanierende Küche im Bürgersaal an der Zaberfelder Straße. Den Saal nutzen neben dem Heimatverein auch der Fanfarenzug, die Judoka sowie Yoga- und Gymnastikgruppen. Auch Hochzeitsfeiern finden dort statt.

Die ersten Schritte zur Sanierung der Küche seien bereits vor einem Jahr eingeleitet worden. Doch vor einigen Monaten kam die Corona-Krise dazwischen. "Die Bürgermeisterin hat das Thema nicht vertagt oder auf andere delegiert. Das war sehr konstruktiv und ergebnisorientiert", sagt Albrecht Michel. Nun soll die Sanierung in den Sommerferien über die Bühne gehen. Michel: "Denn da wird der Raum schließlich nicht benötigt."

Vereinsheim zu klein

Als "offen" hat Angelika Keller die neue Rathauschefin kennengelernt. Angelika Keller ist die Vorsitzende des Gesangvereins Eintracht Zaberfeld. Das Vereinsheim, das im Feuerwehrhaus untergebracht ist, ist auf Dauer zu klein. Keller: "Außerdem wird es den heutigen Anforderungen nicht mehr gerecht." Jetzt sucht der Gesangverein nach einer Alternative. Das Thema stehe zwar nicht aktuell auf der Tagesordnung. "Das wird wohl in den nächsten Jahren ein Thema. Aber ich bin zuversichtlich, dass wir eine Lösung finden werden."

"Diana Kunz macht einen agilen Eindruck", sagt Clemens Dölker, Zweiter Vorsitzender des Handels- und Gewerbevereins Zaberfeld. Seine Erwartungshaltung ist, dass die Bürgermeisterin die Infrastruktur erhalten will und einiges für Familien in die Wege leiten wird.

Hoffnung auf 2021

Dölker hofft, dass die in diesem Jahr coronabedingt abgesagte Gewerbeschau mit Naturparkmarkt 2021 wieder stattfindet. Dölker: "Ich glaube, dass die neue Bürgermeisterin die Politik ihres Vorgängers Thomas Czaszar fortführen wird." Eine ähnliche Hoffnung hegt auch Volker Dühring, Naturschutzwart des Naturschutzvereins Zaberfeld: "Vor der Bürgermeisterwahl hatte unser Vorstand ein ausführliches Gespräch mit Diana Kunz. Und wir hatten einen guten Eindruck in Bezug auf die Ziele und Aufgaben im praktischen Naturschutz vor Ort."

Für den Vorsitzenden des Fischereivereins Dieter Böckle ergab sich noch keine Gelegenheit, die Rathauschefin in einem Gespräch kennenzulernen. "Wir haben ja wegen der Corona-Verordnungen noch keine Ausschusssitzungen gehabt. Aber aufgrund der Lockerungen könnten wir nun wieder tagen und dann auch die Bürgermeisterin dazu einladen."

 

Zur Person: Diana Kunz

Diana Kunz ist am 1. März 2020 zur neuen Bürgermeisterin von Zaberfeld gewählt worden. Die 47-Jährige erhielt mehr als 86 Prozent der Stimmen. Zuvor arbeitete sie seit 1996 in der Eppinger Stadtverwaltung. In den vergangenen sieben Jahren leitete sie den Geschäftsbereich Liegenschaften und Infrastruktur der Stadt. Am 5. Mai wurde Kunz ins Amt eingesetzt und vereidigt. Sie folgt auf Thomas Czaszar, der nun in Brackenheim Bürgermeister ist.


Freidhelm Römer

Friedhelm Römer

Autor

Friedhelm Römer hat Ende der 80er Jahre bei der Heilbronner Stimme volontiert, kam 2001 als Sportredakteur zurück und arbeitet seit 2009 in der Landkreisredaktion. Er kümmert sich sich hier um Schwaigern, Lauffen, Pfaffenhofen und Zaberfeld. Darüber hinaus ist er Mitglied des lokalen Bildungsteams.

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