Idylle am Katzenbachsee ist in Gefahr

Pfaffenhofen  Die Idylle am Katzenbachsee ist in Gefahr. So sehen es zumindest die Pfaffenhofener Gemeinderäte. Bürgermeisterin Carmen Kieninger hatte das Thema in ihrer ersten Ratssitzung unter dem Tagesordnungspunkt Bekanntgaben angesprochen, weil ein Ratsmitglied nach einem Feedback über die Nutzung des Sees erkundigt habe.

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Der Katzenbachsee in Pfaffenhofen ist ein beliebtes Ausflugsziel. Die Idylle soll auch so bleiben, hoffen die Gemeinderäte, fürchten aber künftig einen größeren Ansturm.

Foto: Archiv/Römer

Sorgen bereiten vor allem die Zustände, die vor einigen Wochen an der benachbarten Ehmetsklinge in Zaberfeld geherrscht haben. Dort hatten zu viele Autofahrer auf zu wenig Flächen geparkt, beziehungsweise parken wollen. Das führte zu Unmut bei Besuchern wie Anwohnern. Außerdem gab es Beschwerden über großen Lärm und zurückgelassene Müllberge. Carmen Kieninger warb zunächst um Geduld. "Im Moment fahren wir auf Sicht. Dieses Thema lässt sich nicht in einer einzigen Gemeinderatssitzung abhandeln. Dafür brauchen wir eine Klausurtagung."

Kontrolle der Zufahrten

Die neue Bürgermeisterin verwies darauf, dass sich die Security, die an den Wochenenden im Einsatz ist, auf die Kontrolle der Zufahrten zum Katzenbachsee beschränkt. Falls die Parkplätze zum See voll seien, könne die Zufahrt gesperrt werden.

Parallel dazu ist seit über zwei Wochen auch die sogenannte Seeampel auf der kommunalen Homepage aktiviert. Sie zeigt die aktuelle Belegung der Parkplätze mit rot, gelb oder grün an. Zaberfeld hat diese Ampel für die Ehmetsklinge bereits seit geraumer Zeit in Betrieb. "Wenn Besucher aus Stuttgart kommen, ist ihnen gleichgültig, ob die Ampel rot ist", nannte Gemeinderat Martin Rösinger einen Schwachpunkt der virtuellen Ampel.

Keine parkenden Autos an der Landesstraße

Für Carmen Kieninger ist wichtig, dass die Landesstraße von Weiler nach Zaberfeld frei von parkenden Autos bleibt: "In Weiler haben wir die Situation, dass dieWohngebiete zum Katzenbachsee weiter weg sind als dies an der Ehmetsklinge der Fall ist." Bedenken hat auch Gemeinderat Andreas Oehler in der Ratssitzung geäußert: "Menschen versuchen von allen Seiten zum Katzenbachsee zu kommen. Wenn das keiner kontrolliert, nutzen Schilder auch nichts."

Timo Schuh wollte von der Bürgermeisterin wissen, ob es eine Anregung seitens der Verwaltung gebe, was sie zu tun gedenkt. Kieninger: "Wir sind an dem Thema dran, schaffen es aber wie gesagt nicht in einer Sitzung."

Darüber hinaus kündigte die 50-jährige Rathauschefin eine Änderung der Polizeiverordnung an. Auch diese müsse angepasst werden. Wie diese dann konkret ausgestaltet werde, damit soll sich der Gemeinderat ebenfalls in der angesprochenen Klausurtagung befassen. Kieninger: "Da kommen mehrere Themen zusammen, und es wird ein Brainstorming notwendig sein." Zeitnah wird die Klausur des Gremiums jedenfalls nicht umzusetzen sein. In diesem Sommer werde es nicht mehr klappen. "Ich denke, dass wir mit diesem Thema vor der nächsten Badesaison in Klausur gehen können", sagt die Bürgermeisterin.

Unter dem Punkt Bekanntgaben thematisierte Bürgermeisterin Carmen Kieninger auch das traditionelle Frosch- und Schneckenfest. Dieses war kürzlich in seiner gewohnten Form für dieses Jahr coronabedingt abgesagt worden. Das Ortskartell wolle jedoch Ende Juli im Rahmen einer weiteren Besprechung erneut prüfen, welche Möglichkeiten es zur Realisierung gebe.


Freidhelm Römer

Friedhelm Römer

Autor

Friedhelm Römer hat Ende der 80er Jahre bei der Heilbronner Stimme volontiert, kam 2001 als Sportredakteur zurück und arbeitet seit 2009 in der Landkreisredaktion. Er kümmert sich sich hier um Schwaigern, Lauffen, Pfaffenhofen und Zaberfeld. Darüber hinaus ist er Mitglied des lokalen Bildungsteams.

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