Stromberglauf: Läufer genießen die vielen Zuschauer

Bönnigheim  Philipp Kern und Ann-Karina Becker haben die zehn Kilometer beim 19. Stromberglauf in Bönnigheim gewonnen. Bei kühlem, aber trockenem Wetter gingen 1159 Läufer an den Start.

Von Stefanie Pfäffle
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Mist, ganz knapp hat es nicht geklappt. "Ich bin hier vor drei, vier Jahren Streckenrekord mit 18:25 Minuten gelaufen, aber als ich diesmal auf die Uhr schaute, war ich knapp drüber." Richtig, in 18:29 Minuten hat Jennifer Durst von der TSG Heilbronn die fünf Kilometer beim 19. Stromberglauf in Bönnigheim gewonnen.

Für die Schwaigernerin aber kein Grund, lange zerknirscht zu sein. Insgesamt 1159 Läufer begeben sich am Samstag auf die drei angebotenen Strecken.

>>Hier gibt es alle Ergebnisse des 19. Stromberglaufs

Doppelte Distanz 

436 Männer und Frauen gehen um Punkt 14.15 Uhr auf die fünf Kilometer Strecke, 487 haben sich für die doppelte Distanz entschieden und bereits zuvor waren 236 Kinder über zwei Kilometer den Schülerlauf gerannt. "Wir hatten schon mehr, aber sind trotzdem zufrieden", erklärt Markus Stahl vom Organisationsteam. Viel mehr vertrage weder die Strecke noch das Start- und Zielgelände bei den Weingärtnern Stromberg Zabergäu.

In Blöcken gestaffelt gehen die Läufer nacheinander auf die Strecke. Die Temperaturen sind ziemlich frisch. Doch die Freude ist groß über das trockene Wetter. Fotos: Stefanie Pfäffle

Die Leichtathletikabteilung des TSV Bönnigheim stemmt die Organisation gemeinsam mit der LG Neckar-Enz. Vielleicht noch ein Halbmarathon? Das kommt nicht infrage. "Dann müssten wir die Leute noch mehr in die Weinberge schicken." Es gebe sowieso nur noch wenige Laufstrecken, die durch die Altstadt führen und nicht nur im Außenbereich entlang führen. Schon jetzt müssen diverse Landesstraßen für das Ereignis gesperrt werden. "Wir haben quasi Bestandschutz, neu würde das Landratsamt das nicht genehmigen", weiß Stahl.

Kühl, aber kein Regen 

Es ist mit knapp sieben Grad ordentlich frisch am Samstag, November halt, aber wenigstens regnet es nicht. Rund 80 Helfer von den Organisatoren, dazu jeweils zwanzig vom DRK und von der Feuerwehr sind im Einsatz, um einen reibungslosen Ablauf für alle zu garantieren. "Das würde im Sommer während der Hauptsaison gar nicht funktionieren, deswegen starten wir im November." Die Helfer stehen an der Strecke, organisieren die verschiedenen Startblock-Gruppen und den Zieleinlauf, bewachen die Sporttaschen, fahren den Bus-Shuttle vom Parkplatz Tripsdrill, schenken Getränke aus und drucken direkt die Urkunden, die sich jeder Starter abholen kann.

Jennifer Durst lobt die gute Organisation und mag den Termin, auch wenn sie es gerne etwas wärmer gehabt hätte. "Ich komme voll aus dem Training, für mich war das hier eine Standortbestimmung. Der Sieg ist natürlich ein cooler Zusatz", findet die Mehrfachgewinnerin. Auch die Top Zwei der Männer über die zehn Kilometer, Philipp Kern von der TG Dietlingen und Domenik Hahn vom TV Huchenfeld, stehen mitten im Training. "Nächste Woche ist in Darmstadt der Crosslauf, das ist das eigentliche Ziel", erzählen die Trainingskumpel.

Viele Zuschauer am Ziel 

Läufer genießen die vielen Zuschauer

Bloß weil es kalt ist, heißt das nicht, dass die Läufer nicht ordentlich trinken müssen. Und die Versorgung klappt.

Trotzdem war der Sieg das Ziel. "Die Strecke ist echt gut, schnell, und vor allem sind in der Altstadt und hier am Ziel viele Zuschauer, das hat man nur noch bei wenig Volksläufen", lobt Kern.

Aber nicht nur Erwachsene haben sich auf die langen Strecken begeben. Amaury ist acht und wollte unbedingt mit seinem großen Bruder Jonathan über die fünf Kilometer antreten. Dem war der Schülerlauf schlicht zu kurz.

Die Hohenhaslacher spielen beide Hockey, deswegen haben sie für ihre erste lange Strecke nicht extra trainiert. "Ich bin vor allem am Rand gelaufen, aber die Erwachsenen haben schon aufgepasst", erzählt Amaury. Deswegen keuchen die beiden jetzt zwar tüchtig, aber sind unheimlich stolz, dass sie es so gut geschafft haben.

 
 
 

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