Sechs Milllionen Euro für Sanierung des Zabergäu-Gymnasiums

Brackenheim  Startschuss für die Sanierung des Westbaus am Brackenheimer Gymnasium. Bis zum Schuljahresbeginn 2020/21 soll der Umbau fertig sein.

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Backenheim investiert rund sechs Milllionen Euro ins Zabergäu-Gymnasium. Für Bürgermeister Rolf Kieser ist das Geld gut angelegt.

Architekt Theo Härdtner (links) und Schulleiter Michael Kugel inspizieren das Mustermodell künftiger Klassenzimmertüren.

Fotos: Mario Berger

Die Stadt Brackenheim investiert weiter kräftig in die Bildung. Nachdem bereits vergangene Woche der offizielle Startschuss für die Erweiterung der Theodor-Heuss-Schule gefallen ist, stand am Donnerstag der Spatenstich für die Sanierung des Westbaus des Zabergäu-Gymnasiums auf dem Programm. "Derzeit glühen die Spaten in Brackenheim", sagte Bürgermeister Rolf Kieser auch mit Blick auf den Baustart für das Zehn-Millionen-Projekt "Weinzeit im Schloss" vor gut zwei Wochen.

Treppenhaus bekommt natürliches Licht

Rund sechs Millionen Euro investiert die Heuss-Stadt in den Westbau des Zabergäu-Gymnasiums. Dabei werden die tragenden Wände und Stützen zurückgebaut. Alle Leitungen werden erneuert. Und nicht zuletzt steht der Schall- und Sonnenschutz auf der Agenda. Das Treppenhaus soll mehr natürliches Licht bekommen, und das Dach wird erneuert. "Es soll eine freundliches, helles und offenes Schulhaus werden", sagte Architekt Theo Härdtner. Immerhin verbrächten die Gymnasiasten während ihrer achtjährigen Schulzeit rund 10 000 Stunden in ihrer Schule.

Alter Westbau nannten Schüler U-Boot

Dass Gebäude einen Einfluss auf Menschen haben, davon ist Schulleiter Michael Kugel überzeugt. Er sei deshalb sehr froh darüber, "dass dieses Großprojekt zügig angegangen wurde". Die düsteren Gänge und die dominante grüne Farbe hatten dem inzwischen rund 40 Jahre alten Westbau bei den Schülern den Spitznamen "U-Boot" eingebrockt. "Bisher herrschte in den Gängen eine schaurige Stimmung", so der Schulleiter mit einem Augenzwinkern. Mit der künftig hellen und freundlichen Architektur hoffe er, "dass denen, die hier arbeiten, auch ein Licht aufgeht".

Heuss-Schule hilft mit Räumen aus

Insgesamt 16 Unterrichts- und Vorbereitungsräume teilen sich gemeinsam mit den Fluren auf drei Stockwerken eine Gesamtfläche von rund 2500 Quadratmeter. Der Platz fehlt den rund 630 Schülern jetzt natürlich. "Das ist eine Operation am offenen Herzen", sagte Michael Kugel. Teilweise muss der Unterricht deshalb in der benachbarten Theodor-Heuss-Schule stattfinden. Die Gemeinschaftsschule stellt dem Gymnasium ihren Chemieraum und zwei Klassenzimmer zur Verfügung.

Backenheim investiert rund sechs Milllionen Euro ins Zabergäu-Gymnasium. Für Bürgermeister Rolf Kieser ist das Geld gut angelegt.

Spatenstich mal anders: (v.l.) Michael Kugel, Theo Härdtner, Thomas Neuschwander, Rolf Kieser, Helmut Kayser und Josef Festl schaufeln Bauschutt in den Schubkarren.

Voraussichtlich zum Schuljahresbeginn 2020/21 wird laut Architekt die Sanierung des Westbaus abgeschlossen sein. "Unser Ziel ist es, dass sich die Schüler hier wohlfühlen", sagte Theo Härdtner. Die kommen nicht nur aus Brackenheim, sondern auch aus der Umgebung. Für Bürgermeister Rolf Kieser sind die voraussichtlichen knapp sechs Millionen Euro deshalb eine Investition "für das gesamte Zabergäu".

Bildung als Rohstoff

Für den Rathauschef ist die Maßnahme eine gute Anlage in die Bildung. "Das ist der einzige Rohstoff, den wir in Baden-Württemberg haben. Und wir müssen ihn veredeln", sagte Kieser. Das Land Baden-Württemberg beteiligt sich an der Sanierung mit knapp drei Millionen Euro. Kieser hofft, dass die Planungskosten eingehalten werden. "So können wir die Sanierung ohne Kredite finanzieren", sagte der Rathauschef.


Wolfgang Müller

Wolfgang Müller

Autor

Wolfgang Müller arbeitet seit Oktober 2000 in der Regionalredaktion der Heilbronner Stimme. Derzeit berichtet er hauptsächlich aus dem Zabergäu.

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