Neckarwestheimer Gemeinderat stimmt weiterem Rückbau von GKN I zu

Neckarwestheim  Im zweiten Antrag zum Rückbau des Atomkraftwerks GKN I in Neckarwestheim geht es auch um das Wasser, in dem die radioaktiven Brennelemente gekühlt wurden.

Von Christine Faget

Neckarwestheimer Gemeinderat stimmt weiterem Rückbau von GKN I zu
In diesem Wasser wurden die Brennelemente gekühlt. Foto: Archiv/Mugler

Dem zweiten Antrag zum Rückbau des Atomkraftwerks GKN I hat der Neckarwestheimer Gemeinderat in seiner Sitzung am Mittwoch einhellig zugestimmt. Das kuppelförmige Gebäude bleibe bis zum Schluss erhalten, betonte Dr. Tino Ortega Gómez von der EnBW vor dem Gemeinderat. Der Abbau finde komplett innerhalb des Gebäudes statt.

Die hochradioaktiven Brennelemente seien bereits in Castoren verladen und weggebracht worden, erläuterte er auf Nachfrage. Das Wasser, in dem die Brennelemente gekühlt wurden, sei streng gemäß den gesetzlichen Vorgaben behandelt worden. Dabei trenne man die radioaktiven Stoffe von den nicht radioaktiven und verpacke sie. Das Wasser sei dann gereinigt und nicht mehr radioaktiv. Es werde zurück in den Stoffkreislauf geleitet.

Rückbau läuft seit Februar 2017

Bürgermeister Jochen Winkler wollte wissen, ob es Lärmauswirkungen gebe, wenn Teile von GKN I abtransportiert werden. Beim Abbau gebe es einen Transport pro Tag, antwortete Ortega Gómez.

Die erste Abbaugenehmigung hat das baden-württembergische Umweltministerium im Februar 2017 erteilt. Seitdem läuft der Abbau des Reaktors. Im zweiten Antrag, für den es auch die Zustimmung des Neckarwestheimer Gemeinderats braucht, geht es nun vor allem um Maßnahmen im Bereich der Gebäudeentwässerung.


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