Neckar-Zaber-Tourismus schaut auf ereignisreiches Jahr zurück

Brackenheim  Ob Buga oder die Wanderwegbeschilderungen im Zabergäu - Der Verein Neckar-Zaber-Tourismus mit Sitz in Brackenheim hatte 2019 viel zu tun.

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Sabine Hübl (links) und Mitarbeiterin Ute Frank freuen sich über ein ereignisreiches Jahr.

Foto: Lisa Könnecke

Wenn Sabine Hübl an das vergangene Jahr denkt, dann kommen der Geschäftsführerin des Neckar-Zaber-Tourismus-Vereins mit Sitz in Brackenheim vor allem zwei Höhepunkte in den Sinn.

Wanderwege wurden beschildert

Zum einen ist die Freude über die im Frühjahr 2019 angebrachten Beschilderungen der Wanderwege im Zabergäu sehr groß: Kilometerlange Strecken wurden vermessen, Wegweiser montiert sowie Infotafeln und Sitzbänke aufgestellt. "Schlecht ausgewiesene Routen waren ein häufiger Kritikpunkt unserer Gäste", weiß Hübl. Da die Wanderwege über einzelne Kommunen hinaus verlaufen, entpuppte sich die Beschilderung als Herausforderung. "Eine enge Absprache unter allen Beteiligten war nötig". Aber der Aufwand habe sich gelohnt.

Ein einheitlich beschildertes Wanderwegenetz sei schon lange das Ziel gewesen. "Dem sind wir nun mit großen Schritten näher gekommen", lobt Hübl die Zusammenarbeit mit dem Naturpark Stromberg-Heuchelberg, dem Kraichgau-Stromberg-Tourismus und den Wandervereinen.

Buga als weiterer Höhepunkt

Ein weiterer Höhepunkt im vergangenen Jahr war die Bundesgartenschau in Heilbronn. "Zahlreiche Ticketverkäufe gingen über die Theke, verhältnismäßig viele davon in den Sommermonaten", erinnert sich Hübl. Fast 40 Prozent der Gäste (1413) waren für den Kauf der Buga-Karten direkt in der Tourist-Information vor Ort. Zudem verzeichnete der Verein rund 500 Ticketverkäufe mehr als im Vorjahr. "Die Stimmung war gut, die Lust auf die Buga groß", zieht Hübl über das Blumensommermärchen Bilanz.

Schön war, dass sich viele Gäste von außerhalb bewusst für Übernachtungen im Umland entschieden hätten. So verzeichnete die Stadt Brackenheim 2019 einen Zuwachs an Übernachtungen von gut drei Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Jetzt, da hinter dem Großereignis Buga im Geschäftsbericht 2019 ein Haken steht, kommt da nicht Langeweile auf? "Wir haben immer etwas zu tun", verneint Mitarbeiterin Ute Frank. Zur Zeit stecke der Verein mitten in den Vorbereitungen für neue Projekte.

Corona macht zusätzlich Arbeit

Unter anderem wird der hauseigene Internetauftritt neu überarbeitet. Aber nicht nur das. Auch die Folgen von Corona machen dem Verein aktuell mehr Arbeit. "Veranstaltungen werden abgesagt, Termine verschoben und Buchungen storniert", fasst Sabine Hübl die aktuelle Situation zusammen.

Einer der größten touristischen Anziehungspunkte sei nach wie vor die Weinlandschaft im Zabergäu. Die meisten Besucher seien im September und Oktober vor Ort.Das wundert Geschäftsführerin Sabine Hübl nicht, denn: "Wanderungen zur Weinlese in den Herbstmonaten sind sehr beliebt, sowohl bei Einheimischen als auch bei Besuchern."

Mit dem Tourismus identifizieren

Im Zuge dessen ist Hübl wichtig, dass sich "die Menschen in der Region mit dem Tourismus identifizieren können". Ein Wengerter zum Beispiel solle sich nicht über Wandergruppen in den Weinbergen ärgern, sondern versuchen zu verstehen, dass Touristen ein Wirtschaftsfaktor sind und Geld in die Region bringen."

Mit Blick auf die beliebten Wanderungen wünschen sich Geschäftsführerin Hübl und Mitarbeiterin Ute Frank mehr Gastronomen in der Region. Es sei schade, während eines Spaziergangs nirgends einkehren zu können. "Schöne Angebote gibt es zwar, aber die müssen Besucher aktiv suchen, weil die Öffnungszeiten stark variieren", so Hübl.


Lisa Könnecke

Lisa Könnecke

Volontärin

Lisa Könnecke arbeitet seit Februar 2020 als Volontärin bei der Heilbronner Stimme.

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