Ein eingespieltes Team: Adina Mitchel und Florian Sitzmann im F4

Schwaigern  Florian Sitzmann ist in der Musikbranche bekannt und wurde mehrfach ausgezeichnet. Bei den Söhnen Mannheims ist er seit der Gründung als Live-Keyboarder dabei. Mit der jungen Sängerin Adina Mitchell hat er nun ein Album produziert, das die beiden im F4 in Schwaigern vorstellen.

Von Astrid Link
Ein eingespieltes Team: Adina Mitchel und Florian Sitzmann im F4

Mit Freude und Begeisterung dabei: Adina Mitchell und Florian Sitzmann sind ein gutes Team.

Foto: Helge Eisenberg

Florian Sitzmann ist in der Musikbranche bekannt und wurde mehrfach ausgezeichnet. Der gebürtige Karlsruher arbeitet seit vielen Jahren als Produzent, Arrangeur, Pianist, Klavierbegleiter, Keyboarder, Songwriter und Dozent. Nena, André Heller, Judy Bailey, Xavier Naidoo und viele andere schätzen sein Können.

Bei den Söhnen Mannheims ist er seit der Gründung als Live-Keyboarder dabei. Er war Musical Director und Dirigent bei zahlreichen Liveaufführungen renommierter Orchester.

Der 54-Jährige ist als Referent bei Popmusik-Seminaren und Fortbildungen verschiedenster Veranstalter tätig, auch bei der Filmakademie Ludwigsburg und als Professor an der Pop-Akademie Baden-Württemberg in Mannheim.

Von der Präsenz gepackt

2017 entdeckte er die junge Sängerin Adina Mitchell, die das von ihm produzierte Debütalbum "Eine Welt erfinden" im F4 vorstellt. Der gefragte Musiker ist Teil ihrer Band, weil "eine Live-Performance viel unmittelbarer ist als die Studioarbeit", sagte er im Interview.

Mittlerweile erlebte Sitzmann die 20-Jährige mehrere Male live. "Jedes Mal hat mich ihre Präsenz, die Stimme, ihr moderner Sound und ihr Können gepackt. Bei Adina gibt es besonders viel, was zusammen passt. Sie unterscheidet sich schon als Mensch von vielen Gleichaltrigen, saugt ihre Umwelt - auch die kulturelle - sehr intensiv auf und ist wie für die Bühne geboren. Und ist ganz mit dem Herzen dabei. Zudem beschäftigen uns - trotz großem Altersunterschied - inhaltlich ganz ähnliche Themen", äußerte sich Sitzmann über die Jurastudentin.

Zum Erfolg führen muss man sich selbst

Mitchells Musikstil "Indie-Pop" entspricht nicht gerade dem Mainstream. Trotzdem sind junge Menschen davon begeistert. "In der Überflutung mit immer einseitigerem Sound und Content, die wir derzeit in den bestimmenden Medien finden, ist es für viele Junge schwierig, ihre Eigenständigkeit und Identität in ihrem Musikgeschmack auszudrücken oder wiederzufinden", meint Sitzmann.

Das mache diejenigen Künstler interessant, die einen etwas anderen Weg gingen. Nicht alle jungen Leute konsumierten Cloud-Rap, EDM oder andere Partymucke am laufenden Meter, es gebe auch viele Nachdenkliche oder je nach Stimmung diversifizierte Hörer. Und so weit weg vom Sound bekannterer deutscher Songpoeten, männlich wie weiblich, sei Adina Mitchell jetzt auch nicht.

Man brauche eine Mehrfachbegabung, Leidenschaft, Geduld und Beharrlichkeit, um mit Musik mehr als nur Freude zu haben. Er könne seine Musikalität, Vernetzung und Erfahrung dazu geben, aber zum Erfolg führen müsse man sich selbst.

Mehr und größere Konzerte

Dazu gehören dann auch "mehr und größere eigene Konzerte, Festivalauftritte auch außerhalb der sogenannten christlichen Musikszene, Kollaborationen mit anderen interessanten Künstlern, Auftritte an ungewöhnlichen Orten und möglichst alles, was ihr gefällt, Freude macht und etwas bedeutet", sagt der Produzent.

Was reizt das Multitalent Sitzmann, musikalischer Wegbegleiter von Stars wie Christina Stürmer und Sarah Brightman, an Konzerten in der Provinz, wie im F 4? "Wenn man den großen Zirkus kennt, ist der kleine Rahmen besonders reizvoll. Man ist nah am Publikum, spielt und singt nicht für Quantität, es kommt auf alles und jeden an und man hat das Gefühl, mit einer Gemeinschaft von Menschen etwas Besonderes, nur bedingt Wiederholbares zu erleben. Auch ohne die Dynamik großer Massen, die sich des Öfteren schon auch mal selbst genügen."

 


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