Das sind die ersten Reaktionen zum neuen Radweg

Lauffen  Sowohl Berufspendler als auch Freizeitsportler sind sich einig: Der Ausbau des Neckartalradwegs zwischen Lauffen und Talheim ist ein großer Gewinn für die Fahrradfahrer der Region. Erste Eindrücke.

Von Anna-Lena Sieber

Das sind die ersten Reaktionen zum neuen Radweg

Hannah Schönleber und Christian Müller sind sehr zufrieden mit dem neu eröffneten Teilstück des Neckartalradweges.

Foto: Anna-Lena Sieber

 

Vergangenen Freitag wurde das 3,5 Kilometer lange Teilstück eingeweiht. Nachdem im Jahr 2014 nach einem Beinahe-Unfall die Durchfahrt durch das auf der Strecke liegende Zementwerk aus Sicherheitsgründen gesperrt werden musste, wurde lange nach Möglichkeiten für eine akzeptable Trassenführung gesucht. Die Radfahrer sind größtenteils sehr zufrieden mit den gefundenen Lösungen. Viele erkunden nun zum ersten Mal die neue Strecke.

Mit dem E-Bike am Neckar entlang

Darunter sind auch Christian Müller und Hannah Schönleber, die in Heilbronn ein Restaurant besuchen wollen. Im Zuge dessen weihen sie nicht nur ihre neuen E-Bikes ein, sondern wollen den Weg am Neckar auf sich wirken lassen. Die Eindrücke sind durchweg positiv. "Der neue Belag ist super zum Fahren", freut sich Schönleber.

Die beiden haben so lange gewartet, bis der Ausbau fertig war. Davor sei es zu gefährlich gewesen, wenn man über die B 27 gefahren ist, und zu mühsam, hätte man die offizielle Umleitung über Nordheim genommen.

Dass der Anstieg über Nordheim wegfällt, stimmt auch Horst Münzing froh. Der Fleiner arbeitet in Lauffen und wird zukünftig wohl öfter diese Strecke fahren. Zwar sei das ein kleiner Umweg, aber da der Weg landschaftlich sehr schön gelegen ist, nimmt er die etwas längere Strecke sehr gerne in Kauf.

Kritik an Geländern

Etwas kritischer sieht Klaus Halbow die Entwicklung. Zwar hält er den Ausbau für eine "sehr wichtige Angelegenheit, auch für Radtouristen, die gerne im Neckartal bleiben wollen". Allerdings sorgt sich der Brackenheimer um die Sicherheit der Radfahrer. Gerade am Anfang seien alle damit beschäftigt, sich die Umgebung anzuschauen. "Das ist dann wie auf der Autobahn, wenn Samstag und Sonntag viel Verkehr ist", meint Halbow. Den regen Verkehr auf dem Radweg bestätigen die Mitarbeiter des Zementwerks. Bis in die späten Abendstunden werde der Radweg gut genutzt. Allerdings seien viele Radler, vor allem auch E-Bike-Fahrer, bedenklich schnell unterwegs.

Jürgen Trumm stört sich an den Geländern, die streckenweise den Radweg vom Neckar trennen. Diese metallenen Hürden seien reine Geldverschwendung und verschandelten die Natur. Die sind jedoch Pflicht. "Zum Schutz der Radfahrer und damit die Stadt nicht in der Haftung ist", sollte einer der rasanten Radler in den Neckar stürzen, wie Gerhard Gumbrecht vom Tiefbauamt der Stadt Lauffen erklärt. Es könne sogar sein, dass nach der Abnahmebegehung durch das Regierungspräsidium Stuttgart, die für Ende November geplant ist, noch mehr Geländer gebaut werden müssten.