Besucherzahlen im Neckar-Zaber-Gebiet steigen weiter

Güglingen  Der Verband Neckar-Zaber-Tourismus stellt bei seiner Hauptversammlung neue Zahlen vor: Mehr als 140.000 Übernachtungen gab es im Jahr 2018.

Von Wolfgang Müller

Besucherzahlen steigen weiter

Ute Frank (links) und Sabine Hübl lassen sich immer etwas Neues einfallen. Eine der jüngsten größeren Aktionen war das Bürgermeisterwandern Anfang April.

Mit dem Tourismus in der Region Neckar und Zaber geht es weiter bergauf. Bei der jüngsten Hauptversammlung des interkommunalen Vereins in der Güglinger Herzogskelter hat Geschäftsführerin die Leiterin der Geschäftsstelle, Sabine Hübl, jetzt die neuesten Übernachtungszahlen vorgestellt. Demnach gab 2018 rund 2,5 Prozent mehr Buchungen im Vergleich zum Vorjahr.

Mehr als 140.400 Übernachtungen sind amtlich für das vergangene Jahr erfasst. Dabei tauchen längst nicht alle Touristen, die sich in der Neckar-Zaber-Region einen mehrtägigen Urlaub gemacht haben, in der Statistik auf.

Grund: Aufgenommen in die Zahlung werden lediglich Betriebe ab zehn Betten. Ebenfalls nicht in der Erhebung berücksichtigt sind Besucher, die in Güglingen übernachtet haben. "In Güglingen gibt es nur die Herzogskelter und den Löwen in Frauenzimmern", sagt Sabine Hübl. Würden die Zahlen publik, könnte der jeder der beiden Gasthöfe auf die Besucherzahl des jeweils anderen schließen.

"Tourismus ist keine Spielerei, sondern ein Wirtschaftsfaktor"

Auch die Zahl der Mitglieder hat einen Höchststand erreicht. Seit rund 15 Jahren arbeiten acht Kommunen in dem Tourismusverein zusammen. Die Zahl der beteiligten Betriebe ist inzwischen auf 142 angestiegen.

"Tourismus ist keine Spielerei, sondern ein Wirtschaftsfaktor", betonte Vereinsvorsitzender und Nordheimer Bürgermeister Volker Schiek. Schließlich besuchten Übernachtungsgäste auch Einrichtungen und müssten sich zudem verpflegen. "So bliebe etwa ein Bäcker im Ort, für den der Betrieb ohne Touristen wirtschaftlich häufig nicht auskömmlich sei. Um die Region attraktiv für Besucher zu machen, investierten die Kommunen zudem in die Infrastruktur, wie den Ausbau von Rad- und Wanderwegen. "Davon profitiert natürlich auch die Bevölkerung vor Ort", sagte Schiek.

Am 19. Mai ist Neckar-Zaber-Tag auf der Buga

Besucherzahlen steigen weiter

Attraktive Landschaften laden zum Wandern ein. Die Ehmetsklinge ist immer wieder Anlaufpunkt für Touristen, die das Zabergäu zu Fuß erkunden wollen.

Fotos: privat

Wandern ist im Raum Neckar-Zaber ein großes Thema. 24 Touren weist die Karte "Wander-Spaß" aus. Eine größere Aktion war zuletzt das sogenannte Bürgermeisterwandern im "Land der 1000 Hügel". Auch Radtouristen finden in der Region ein attraktives Angebot, ist die Geschäftsstellenleiterin sicher. Darüber hinaus stünden Weintouren und -führungen hoch im Kurs.

"Wir haben ein ganzes Angebotsbündel", sagt Sabine Hübl: Von den Besenwirtschaften über Rundfahrten durch die Berge bis zur Mitarbeit bei der Lese. "Wein ist ein großes Thema", sagt auch Vorsitzender Volker Schiek. Immerhin sei der Raum Neckar-Zaber die größte Weinlandschaft im Land. "Andere behaupten das auch. Aber wir sind es wirklich", sagte Schiek.

In diesem Jahr stehen die vier Mitabeiterinnen der Geschäftsstelle vor einer großen Herausforderung. Bei der Bundesgartenschau in Heilbronn hält der Tourismusverein natürlich seine Fahnen hoch. Mehr als 700 Akteure präsentieren die Region am Sonntag, 19. Mai, beim Neckar-Zaber-Tag in Heilbronn. Musikvereine, Chöre und Tanzgruppen zeigen sich den gesamten Tag über auf drei Bühnen von ihrer besten Seite. Aber auch an normalen Tagen ist der Verein vor Ort. Flagge zeigen ist im Tourismusgeschäft wichtig, ist die Leiterin der Tourismus-Geschäftsstelle sicher.
 


Tourismusverband

Den Verein Neckar-Zaber-Tourismus gibt es inzwischen seit rund 15 Jahren. Davor gab es innerhalb des Zweckverbandes Wirtschaftsförderung im Zabergäu eine Abteilung, die sich um die Belange des Tourismus kümmerte. Der Tourismusverein umfasst die Kommunen Brackenheim, Cleebronn, Güglingen, Lauffen, Neckarwestheim, Nordheim, Pfaffenhofen und Zaberfeld sowie den Erlebnispark Tripsdrill. Vereinsziel ist es, Tourismus, Gastronomie, Hotellerie und Weinbau in der Region zu fördern.

 

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