Bessere Beschilderungen auf Wanderwegen in der Region Kraichgau-Stromberg

Stromberg-Heuchelberg  Die Wanderwege im Naturpark Stromberg-Heuchelberg und im Kraichgau-Stromberg-Gebiet wurden einheitlich beschildert. Auf den Wanderparkplätzen wurden große Tafeln mit Wegbeschreibungen aufgestellt.

Von Ines Schmiedl

Lust auf einen Ausflug ins Land der 1000 Hügel

Freuen sich über neue und einheitliche Schilder (v.l.): der Geschäftsführer des Naturparks Stromberg-Heuchelberg, Dietmar Gretter, der Naturpark-Vorsitzende Bürgermeister Andreas Felchle, Projektleiterin Mareike Gerz, die Geschäftsführerin des Kraichgau-Stromberg-Tourismus, Christina Lennhof, und der Konzeptionsbeauftragte Peter Schwarzmüller.

Foto: Ines Schmiedl

Frische Luft tanken, die körperliche Fitness stärken und ganz nebenbei eine schöne Aussicht genießen oder eine reizvolle Landschaft entdecken: Wandern liegt im Trend. Der Verein Kraichgau-Stromberg hat deshalb gemeinsam mit dem Naturpark Stromberg-Heuchelberg die Beschilderung der Wanderwege vereinheitlicht.

Etwa 1000 Kilometer Wege wurden kartiert, rund 2000 Hauptwegweiser montiert, 86 Wandertafeln aufgestellt. 30 Kommunen aus vier Landkreisen im "Land der 1000 Hügel" haben sich an der Aktion zur Förderung des sanften Tourismus beteiligt. "Ziel war es, dass die Wanderer auf einen Parkplatz fahren und von dort aus loslaufen können, ohne sich vorher zu informieren, ohne App, ohne Karte", so der Naturpark-Geschäftsführer Dietmar Gretter.

Von den Wanderparkplätzen aus ist das nun möglich, eine große Tafel weist auf die Landschaft und ihre Besonderheiten hin. Zudem gibt es jeweils drei Auswahlmöglichkeiten: eine kurze Tour zwischen drei und fünf Kilometern Länge, eine halbtägige Runde und eine Tagestour.

Einheitliche Schilder und Symbole weisen den Wanderfreunden den Weg. Organisationen wie der Albverein oder der Odenwaldverein hatten bisher schon Wanderwege markiert, diese Symbole sind in das neue Orientierungssystem eingeflossen, so Peter Schwarzmeier, der für die Umsetzung zuständig war. Die Wanderer können einfach den Pfeilen folgen, sie können die Touren aber auch abkürzen oder die Route verlassen und in den nächsten Ort laufen. All das ist aus den Schildern ersichtlich. Passende Wanderkarten zum sogenannten Wanderdreiklang sind ebenfalls erhältlich.

An schönen Stellen wurden Hügelsofas aufgestellt

"An schönen Aussichtspunkten oder anderen Besonderheiten werden Hügelsofas aufgestellt", sagt die Geschäftsführerin des Kraichgau-Stromberg-Tourismus, Christina Lennhof. Diese bequemen Holzmöbel können die Wanderer drehen - je nach Sonnenstand oder Schattenwunsch. Pro Mitgliedskommune gibt es zunächst eines dieser markanten Hügelsofas.

Doch auch an Tische und Bänke auf den Routen, an denen man sitzen und vespern kann, wurde gedacht. Rund 403.000 Euro haben der Naturparkverein und die teilnehmenden Kommunen investiert. Das Land Baden-Württemberg hat mehr als die Hälfte davon, insgesamt 285.000 Euro gefördert, so Andreas Felchle, der Vorsitzende des Naturparks Stromberg-Heuchelberg.

Zielgruppe sind Familien und Tagestouristen aus den umliegenden Kommunen, aber auch Naturbegeisterte oder Wohnmobilisten, die nach einer Anreise von ein oder zwei Stunden mehrere Tage in der Region verbringen wollen und die traditionellen Wanderziele bereits kennen. "Das Land der 1000 Hügel soll Lust auf neue Entdeckungen machen", so Projektleiterin Mareike Gerz.

Bürgermeister der Region wandern mit allen Interessierten

Bürgermeister einiger am Naturpark Stromberg-Heuchelberg beteiligter Kommunen wandern am kommenden Sonntag, 7. April, mit ihren Bürgern: Um 10 Uhr nimmt der Brackenheimer Bürgermeister Rolf Kieser Interessierte mit auf eine dreistündige Tour um den Zweifelberg, los geht es am Parkplatz in Brackenheim-Neipperg. Ebenfalls um 10 Uhr starten Eppingens Oberbürgermeister Klaus Holaschke und sein Bürgermeister Peter Thalmann am Wanderparkplatz beim Kraichgaustadion auf eine sechseinhalb Kilometer lange Strecke um den Ottilienberg.

Im Anschluss an die offizielle Begrüßung um 11 Uhr durch den Vorsitzenden der Neckar-Zaber-Tourismus, Volker Schiek, am Parkplatz Näser in Cleebronn wandern Interessierte mit Naturparkführerin Ilse Schopper auf eine viereinhalb Kilometer lange Strecke rund um den Ort. Ebenfalls um 11 Uhr beginnt am Parkplatz an der Ehmetsklinge eine Wanderung mit Zaberfelds Bürgermeister Thomas Csaszar auf dem neu beschilderten Seenweg. Etwas später, um 11.15 Uhr, startet der Pfaffenhofener Bürgermeister Dieter Böhringer am alten Sportplatz oberhalb vom Rodbachhof gemeinsam mit dem ehemaligen Revierförster Robert Böckle zur Tour über den Brunnenweg.

 


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