Weingenuss am Neckar und am Wartberg

Heilbronn  Ab Donnerstag, 3. Juni, ist auch in Heilbronn wieder Weingenuss in besonderer Umgebung möglich. Der Weinpavillon der Wein-Villa an der Neckarbühne und das Wengerthäusle des Verkehrsvereins Heilbronn auf dem Wartberg erwarten ihre Gäste.

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Jogger und Spaziergänger sind am Wartberg immer unterwegs. Nun sind die Wengerter bereit zum Start in die touristische Sommersaison. Foto: Andreas Veigel

Die Zahlen gehen in die richtige Richtung. Im Landkreis Heilbronn öffneten manche Gastronomen schon zu Pfingsten, im Stadtkreis Heilbronn ist dies ab Donnerstag, 3. Juni möglich. Wenn die Wocheninzidenz an fünf Tagen hintereinander unter 100 liegt, dürfen die Wirte zwei Tage später wieder Fassbier - sofern vorrätig - ausschenken. Aber wie verhält es sich beim Wein, genauer gesagt mit den Angeboten von Winzern?

"Unsere Weinbaubetriebe stehen in den Startlöchern und können es kaum erwarten, ihren Kunden wieder mehr Weinerlebnisse anbieten zu können", erklärt Steffen Schoch von der Heilbronn Marketing GmbH (HMG). Geplante Hoffeste, Weinführungen oder besondere Weinproben lägen "sozusagen fertig in der Pipeline".

Wie im Vorjahr soll das Angebot von Juni bis September unter dem Motto "Heilbronner Weinsommer" stattfinden. Voraussetzung ist natürlich, dass die Corona-Lage dies auch zulässt.

Begriff Weinsommer aus dem Vorjahr wird reaktiviert

Zur Abstimmung, zum fachlichen Austausch, aber auch zum Setzen von Impulsen für kreative Angebote fand vor wenigen Tagen auf Einladung der HMG ein virtuelles Branchentreffen statt. Erstes Ergebnis: Alles rund um das Thema Wein und alles, was unter den jeweils gültigen Verordnungen möglich ist, wird ab sofort bis weit in den Herbst hinein unter der Website www.heilbronn.de/weinsommer abrufbar sein.

"Die Vorfreude auf stimmungsvolle Abende am Pavillon der Wein-Villa oder eine Wurst plus Zehntel auf dem Wartberg ist groß", weiß Schoch. Ab Donnerstag, 3. Juni, ist auch in Heilbronn wieder Weingenuss möglich.

Der Wein-Villa-Stand an der Neckarbühne bekam einen kleinen separaten Anbau, der als Lager genutzt wird, erklärt Sprecher Daniel Drautz. Im Premierenjahr 2020 sei der im Nachhall der Buga errichtete Stand trotz Corona-Pandemie an manchen Abenden regelrecht überrannt worden. Auch auf dem Wartberg gibt es Neuerungen: Der Außenbereich der historischen Ausschankhütte wurde neu gestaltet.

Für den Service am Weinpavillon gilt die allgemeine Regel: Unter Nachweis eines negativen Testergebnisses, einer vollständigen Impfung oder als nachweislich Genesener kann Platz genommen werden. Die Kontaktdaten werden entweder per Luca-App oder vor Ort schriftlich aufgenommen.

Für das Wengerthäusle am Wartberg gilt laut HMG-Pressemitteilung von Donnerstag, 3. Juni, bis Sonntag, 6. Juni, vorerst nur ein Abholbetrieb. Es gibt keine Sitzmöglichkeiten. Die Holzbänke im neu gestalteten Areal bleiben zunächst noch unbesetzt. 

Ausschank am Wengerthäusle am Wartberg: Donnerstag, 3. bis Sonntag, 6. Juni von 14 bis 21 Uhr. Danach immer Samstag und Sonntag von 14 bis 21 Uhr.

Öffnungszeiten Weinpavillon an der Neckarbühne (erstmalig am Donnerstag, 3. Juni): Von Dienstag bis Freitag von 16 bis 22 Uhr und Samstag und Sonntag von 14 bis 22 Uhr.

Unabhängig von der magischen Wochen-Inzidenz-Marke 100 bieten manche Betriebe kreative Angebote, die an der frischen Luft oder virtuell auch bei strengeren Corona-Regeln angeboten werden können. Zum Beispiel das Wein-Picknick am Wartberg von Rolf Heinrich oder das After-Work-To-Go-Wartbergpicknick von Albrecht-Kiessling.

Der Probeschluck beim Einkauf in Weingütern ist nicht verboten

Gleichzeitig ist der sogenannte Probeschluck beim Einkauf in Gütern und Genossenschaften nicht verboten. Er ist aber an ein Hygienekonzept gekoppelt, das jeder Betrieb am besten mit dem kommunalen Ordnungsamt abstimmt, erklärt Hermann Morast als Geschäftsführer des Weinbauverbands Württemberg.

Fürs Heilbronner Weindorf, dessen 50. Durchlauf vom 9. bis 19. September eigentlich nachgeholt werden sollte, ist noch keine finale Entscheidung gefallen. Die Macher haben ein Konzept mit zehn dezentralen Anlaufstellen in der Schublade. In jeweils abgetrennten Bereichen könnten sich an jeweils einem Wein- und einem Imbissstand unter bestimmten Hygieneregeln eine definierte Zahl von Gästen aufhalten. Je nach Corona-Lage könnte man wie im Vorjahr auch eine Weindorf-Auslese mit verschiedenen Weinproben anbieten.

 


Kilian Krauth

Kilian Krauth

Autor

Kilian Krauth kümmert sich um die Heilbronner Kommunalpolitik, um historische und kirchliche Themen sowie um den Weinbau der Region und weit darüber hinaus.

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