Stadtführung zeigt, wie der Neckarbogen bebaut wird

Heilbronn  Eine Führung durch den Neckarbogen in Heilbronn zeigt den aktuellen Stand und die Pläne für die Zukunft des Quartiers. Die Teilnehmer sind gebannt und mit kritischem Blick dabei.

Von Stefanie Pfäffle
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Reinhold Schmidt zeigt den Teilnehmern mit einem Plan, wie der Neckarbogen mal aussehen könnte.

Foto: Stefanie Pfäffle

Etwa ein Drittel Bebauung, ein Drittel Grün und ein Drittel Wasser - so soll der Neckarbogen einmal aufgeteilt sein, erklärt Reinhold Schmidt mitten im Quartier. "So viel Grün wird da nicht mehr übrig bleiben", merkt ein Herr mit Blick auf den Plan an, den Schmidt mitgebracht hat. "Sie sehen da jetzt nur die kompakte Bebauung, nicht das Drumherum", erläutert der Stadtführer. Neun Neugierige lassen sich am Sonntagvormittag bei einem Spaziergang von ihm Neues aus dem Neckarbogen erzählen.

Heimische Sandsteine in Mauer verbaut

Bis auf das Pärchen aus Esslingen waren alle im vergangenen Jahr auf der Buga, auf die bei einer solchen Führung natürlich immer Bezug genommen wird. Vom Experimenta-Platz, der mit Wilhelmskanal und Science Center mal eben 200 Jahre Stadtgeschichte vereint, geht es Richtung Unterführung. Oben, vorbei an der Trauweide und über die Brücke, weist der Stadtführer auf die kleine Mauer aus dicken Sandsteinen hin. "Die sind vielen gar nicht aufgefallen, die stammen aus dem alten Hafenbecken, echter Heilbronner Sandstein." Das überrascht auch die Einheimischen.

22 Häuser mit 374 Wohnungen stehen im ersten Bauabschnitt. Der zweite wird 28 Häuser mit etwa 400 Appartements auf derselben Fläche bringen. "In den Erdgeschossen ist wie hier Gewerbe vorgesehen, damit hier mal 1000 Arbeitsplätze entstehen", erklärt Schmidt. Alles für den täglichen Bedarf soll es vor Ort geben. Das Kinderhaus existiert schon, eine Schule für bis zu 1000 Kinder wird noch gebaut. Ob eine Privatschule eine Quartiersschule sein kann, überlegen die Teilnehmer laut.

Verfahren zur Auswahl der Investoren ist angelaufen

Durch den ersten Innenhof gelangt die Gruppe auf die Theodor-Fischer-Straße und sieht direkt den Bauzaun, der das ehemalige Inzwischenland als zweiten Bauabschnitt zwischen Paula-Fuchs-Allee und Floßhafen abgrenzt. Das Investorenauswahlverfahren ist angelaufen, denn auch hier soll es die gleiche Qualität wie bei der Stadtausstellung in der Buga geben - Grundstück erst gegen gutes Konzept also. "Es wird eine bewusst urbane Verdichtung zugunsten der Freiräume, umgeben von Grün und Wasser", betont Schmidt.

Am Floßhafen tummeln sich die Kinder, im Samocca herrscht ordentlich Betrieb. Die parkenden Autos entlang des Zauns irritieren. Eigentlich sind die da nicht vorgesehen. "Im ersten Bauabschnitt hat jedes Haus eine Tiefgarage mit einem Stellplatz pro Wohnung, im zweiten dürfen die Investoren diese gegen eine Ablöse zugunsten der Quartiersgarage weglassen", erklärt Schmidt. Am ehemaligen Weingarten der Buga endet der Bauabschnitt. Dort, wo einmal der Rosengarten war, ist schon Abschnitt Nummer drei. Aber bis dahin gehen noch ein paar Jahre ins Land.


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