Öffnungsperspektiven für die Heilbronner Freibäder

Heilbronn  In diesem Jahr öffnen nur die Heilbronner Freibäder Neckarhalde und Kirchhausen. Das Gesundbrunnen-Freibad bleibt zu. Die Hallenbäder Soleo und Biberach sind in erster Linie für den Schul- und Vereinssport sowie für Schwimmkurse reserviert. Es besteht Testpflicht.

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Die Freibadsaison 2021 wird beginnen - nur wann, das steht derzeit noch nicht fest. "Genaue Öffnungstermine können wir erst kommunizieren, sobald sie anhand der Inzidenzen absehbar sind", erklärt Erik Mai, Geschäftsführer der Stadtwerke Heilbronn (SWH). Dennoch bereitet sich die Bäderverwaltung intensiv auf den Tag vor, auf den viele Badegäste schon sehnsüchtig warten. Spätestens Ende Mai sollen die Bäder betriebsbereit sein.

Zwei Freibäder reichen für die Besucherkapazitäten

Geöffnet werden in diesem Sommer die Freibäder Neckarhalde und Kirchhausen. Das Freibad Gesundbrunnen bleibt geschlossen. "Die Erfahrungen des letzten Jahres haben gezeigt, dass die Kapazitäten von zwei geöffneten Bädern für die zu erwartende Anzahl an Besuchern ausreichend ist", blickt Erik Mai auf das Jahr 2020 zurück und begründet die Entscheidung: "Der Organisations- und Personalaufwand für drei Bäder wäre zu groß. Die Auslastung aller drei Einrichtungen lag über die Saison bei 32 Prozent."

Um eine halbe Stunde ausgeweitet werden die Frühschwimmerzeiten im Freibad Neckarhalde. Frühaufsteher können von 6 bis 10 Uhr ihre Bahnen ziehen. Die anderen Zeitfenster werden im Detail noch festgelegt. Fest steht bereits, dass pro Intervall 650 Personen in das Freibad dürfen. Das sind 150 mehr als 2020. In Kirchhausen, das nur nachmittags offen sein wird, bleibt die Grenze bei 250 Gästen.

Schulen und Vereine nutzen die Hallenbäder

Um die Kapazitäten für den Vereins- und Schulsport sowie für Schwimmkurse zu erhöhen, wird im Vergleich zum zurückliegenden Jahr verstärkt auf die Hallenbäder gesetzt. So steht das Hallenbad in Biberach in diesem Sommer exklusiv für Schwimmkurse und für das Vereinstraining zur Verfügung. Auch das Soleo soll geöffnet und vorwiegend vom Schul- und Vereinsschwimmen sowie für Schwimmkurze genutzt werden.

"Diese Bereiche kamen 2020 viel zu kurz. Deshalb schaffen wir jetzt ein größeres Angebot", sagt Ursula Stiefken, Betriebsleiterin der Heilbronner Bäder. Sollte der Sommer zeitweise ins Wasser fallen, werden für die Öffentlichkeit im Soleo Zeitfenster eingerichtet, die nicht von Schulen und Vereinen geblockt sind.

Das Hygienekonzept steht

Die von den Stadtwerken formulierten Öffnungsperspektiven basieren auf einem Stufenplan des baden-württembergischen Sozialministeriums. So sollen Freibäder öffnen dürfen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz an fünf aufeinanderfolgenden Werktagen stabil unter 100 liegt. Voraussetzung für die Öffnung ist neben dem bereits vorhandenen Hygienekonzept (Besucherbegrenzung, nur jede zweite Umkleidekabine geöffnet, geschlossene Sammelumkleiden, getrennte Bahnen, getrennte Ein- und Ausstiege) eine Testpflicht. "Wer ein Freibad besuchen möchte, muss einen negativen Schnelltest vorweisen, der nicht älter als 24 Stunden sein darf.

Keine Testpflicht bei einer Inzidenz unter 50

Sollte die Inzidenz unter 50 liegen, so kündigte Sozialminister Manfred Lucha am Donnerstag im Landtag an, die Testpflicht aufzuheben. Eine entsprechende Verordnung sei in Arbeit. "Vollständig Geimpfte und Genesene sind von der Testpflicht ausgenommen, müssen aber einen Nachweis erbringen", erklärt SWH-Geschäftsführer Mai die weiteren Regularien. Kinder unter sechs Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen. Sollten die Inzidenzwerte wieder über 100 steigen, müssen die Bäder wieder schließen.

Ohne Ticket kein Freibadbesuch

Beibehalten wird der Verkauf von Online-Tickets für die Freibäder unter www.heilbronner-baeder.de. Gleiches gilt für die zusätzliche Verkaufsstelle im Soleo an drei Tagen. Wer keine personalisierte Eintrittskarte besitzt, wird nicht in das Bad gelassen.


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Joachim Friedl

Joachim Friedl

Stv. Leiter der Stadtkreis-Redaktion

Joachim Friedl arbeitet seit Ende 1979 bei der Heilbronner Stimme. Sein Arbeitsschwerpunkt ist die Kommunalpolitik.

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