Hotel auf altem Tierheim-Areal lässt weiter auf sich warten

Heilbronn  Die Brachfläche des ehemaligen Tierheims an der Wimpfener Straße in Heilbronn ist keine Zierde am Stadteingang. Kommt das geplante Mittelklassehotel noch?

Von unserem Redakteur Joachim Friedl
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Foto: Andreas Veigel

Seit September 2017 ist das ehemalige Tierheim-Gelände an der Wimpfener Straße in Heilbronn für die Hirotani Projekt-Gesellschaft reserviert. Seit Mai 2019 ist der Bebauungsplan rechtskräftig. Die Baugenehmigung liegt seit Juli 2020 vor.

In jenem Jahr sollte auch Spatenstich für ein Mittelklassehotel der Drei-Sterne-Kategorie und einem angegliederten Boardinghaus sein. Doch getan hat sich bis heute auf dem 44 Ar großen Areal nichts. Auch haben die Investoren die Fläche noch nicht erworben.

Immer wieder Veränderungen am Hotelprojekt 

Wie in der jüngsten Sitzung des Gemeinderat in der Festhalle Harmonie deutlich wurde, kam es bis dato nicht zum Baustart, weil seitens des Projektentwicklers mit Sitz in Berlin wiederholt Veränderungen am Hotelprojekt vorgebracht wurden, die laut Bauverwaltung nicht mit dem gemeinsam erarbeiteten Planungsrecht kompatibel waren. Um wirtschaftliche Nachteile für die Stadt Heilbronn auszugleichen, wird deshalb seit August 2019 eine monatliche Reservierungsgebühr erhoben.

Aber auch die Corona-Pandemie hat mit ihren massiven Einbrüchen im Beherbergungsgewerbe zu Verzögerungen bei der Umsetzung geführt. Da Asako Hirotani-Brendel, Geschäftsführerin der Hirotani Projekt-GmbH, immer wieder versichert hat, am Projekt festzuhalten, wurde der Reservierungszeitraum mehrmals verlängert. In der jüngsten Sitzung stimmte der Gemeinderat erneut einstimmig einer Verlängerung bis zum 31. März 2022 zu.

Maßgabe für die Zustimmung war jedoch, dass spätestens am 31. Juli 2023 mit der Realisierung des Hotels begonnen werden muss. Für den Fall, dass trotz Grunderwerb dies nicht geschieht, greift eine Vertragsstrafe in Höhe von 34.300 Euro.

 20 Millionen Euro teures Projekt

Die Kosten für das Mittelklassehotel mit 130 Zimmern und 81 Bordinghaus-Appartements belaufen sich auf mehr als 20 Millionen Euro. Die Höhe des Gebäudes bleibt mit acht Vollgeschossen und einer Höhe von 29 Metern knapp unterhalb der Hochhausgrenze. Der Haupteingang befindet sich auf der Westseite, zentral im Bereich des Gebäudeknicks, der gleichzeitig die Trennung zwischen Hotel und Boardinghaus markiert.

Insgesamt 85 Parkplätze sind auf einer teils versiegelten, teils offenen Freifläche westlich des Baukörpers hin zur Wimpfener Straße vorgesehen. In der Mitte der Anlage befindet sich ein Hain aus Bäumen, um den sich ebenfalls Stellplätze gruppieren. Die Publikumsbereiche im Erdgeschoss erhalten kompakte, vorgelagerte Freibereiche, die durch Hecken von den Stellplatz- und Fahrwegflächen abgetrennt werden.

 

 

 

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