Britische Corona-Mutation im Landkreis Heilbronn nachgewiesen

Region  Die britische Corona-Mutante ist erstmals in der Region Heilbronn nachgewiesen worden. Diese Variante des Virus gilt als besonders ansteckend. 

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Ein Reiserückkehrer aus England ist in der Gegend der erste bekannte Fall einer Infektion mit der Mutation B.1.1.7, wie das Landratsamt Heilbronn am Donnerstagabend mitteilte. Das Gesundheitsamt habe sofort reagiert und die Kontaktermittlungen über die RKI-Richtlinien hinaus erweitert. Proben von bisher schon bekannten Kontaktpersonen seien zur Untersuchung an das Landesgesundheitsamt gesendet.

Weitere Verdachtsfälle in der Region

Dieses geht auf stimme.de Nachfrage von bislang drei weiteren, epidemiologisch bestätigten Fällen in der Region Heilbronn  aus – also drei positiv getesteten Kontaktpersonen. Ob es sich tatsächlich auch bei ihnen um die Virusmutation handelt, muss erst noch in weiteren Labortest nachgewiesen werden. 

Es würden weitere Tests im Umfeld der infizierten Person veranlasst und wenn nötig Quarantäne verhängt, um die weitere Ausbreitung zu verhindern. 

Ärztesprecher: Quarantäneregeln umso wichtiger

Dass die Mutation irgendwann die Region erreicht sei nicht überraschend, sagte der Heilbronner Kreisärztesprecher Dr. Martin Uellner. „Wir leben ja nicht in einer Blase.“ Umso wichtiger sei es, dass Quarantänebestimmungen strikt eingehalten werden, betonte Uellner.  

Der erste Fall deutschlandweit war an Heiligabend im Landkreis Freudenstadt aufgetreten. Die Probe wurde in der Charité in Berlin untersucht. Seit 13. Januar ist die gezielte Diagnostik der zuerst in Großbritannien und Südafrika aufgetretenen Virusmutanten von SARS-CoV-2 im Landesgesundheitsamt in Stuttgart möglich.

Keine Hinweise, dass Impfwirkung beeinträchtigt ist

Außer in Großbritannien waren zuletzt auch in anderen Ländern Virusmutationen aufgetreten, von denen Forscher annehmen, dass sie ansteckender sind als die bislang bekannte Form. Noch sei unklar, wie sich das auf die Lage in Deutschland auswirke, schreibt das Robert-Koch-Institut in einer aktuellen Mitteilung. „Aber bei erhöhter Übertragbarkeit der neuen Virusvarianten besteht die Möglichkeit einer weiteren Verschärfung der Lage“. 

Bisher sei die Datenlage zur britischen Mutation begrenzt, schreibt das RKI. Es gebe jedoch „keine Hinweise auf schwerere Krankheitsverläufe oder eine verringerte Wirksamkeit der Impfstoffe im Zusammenhang mit dieser neuen Variante“.


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Hettich

Alexander Hettich

Stellvertretender Leiter der Regionalredaktion

Alexander Hettich ist stellvertretender Leiter der Regionalredaktion. Er arbeitet seit 2003 bei der Heilbronner Stimme, berichtet über Verkehrsthemen, über Kommunalpolitik und Heilbronn.

Tanja Ochs

Tanja Ochs

Stellvertretende Chefredakteurin

Tanja Ochs arbeitet seit 2000 bei der Heilbronner Stimme, war lange Lokalredakteurin und verantwortlich für den Bereich Bildung. Sie ist Regionalchefin und stellvertretende Chefredakteurin sowie Vorsitzende der Sozialaktion „Menschen in Not“.

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