Als Atomkraftgegner die Heilbronner Kilianskirche besetzten

Heilbronn  Als Zeichen der Solidarität mit Besetzern des Bohrplatzes 1004 bei Gorleben im niedersächsischen Wendland, besetzten Atomgegner heute vor 40 Jahren, am 4. Juni 1980, die Kilianskirche. Wir erinnern mit einer Bilderstrecke an die außergewöhnliche Protestaktion.

Von unserer Abteilung Archiv und Dokumentation
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Anlass für die Protestaktion war die Räumung des Anti-Atomdorfs auf dem Gelände einer möglichen Atommülldeponie. Mit dem Einzug in Kirchen, neben Heilbronn auch in vielen anderen Städten, wurde dagegen protestiert, dass mehrere tausend Polizisten und Grenzschutzbeamte gegen 2500 Demonstranten auf dem Bohrplatz vorgingen.

Wie die Heilbronner Stimme damals berichtete, sollen die Kirchenbesetzer hauptsächlich aus dem Bereich Bietigheim-Bissingen gekommen sein. Sie verdeutlichten ihr Anliegen auf Transparenten und informierten Passanten über Lautsprecher. In Gesprächen warben die Teilnehmer um Verständnis und stellten die atomare Gefahr heraus. Sechs Fässer als Symbole für den Atommüll rollten Mitglieder der Heilbronner Bürgerinitiative gegen Atomkraft durch die Fußgängerzone. 

 


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