Vor 25 Jahren: US-Militärgemeinde verlässt Heilbronn

Heilbronn  1951 bezogen US-Streitkräfte erstmals Kasernen in Heilbronn. Nach 41 Jahren verließen die US-Soldaten die Stadt am Neckar. Das Stadtleben haben sie mitgeprägt, Kontroversen waren nicht ausgeblieben.

Von unserer Redaktion
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Mit einem Festakt am Wertwiesenpark und der Übergabe einer amerikanischen Flagge an den damaligen OB Manfred Weinmann endete im November 1992 eine Ära in der deutsch-amerikanischen Geschichte in Heilbronn. Ein Stimme-Artikel unter der Überschrift "Finale einer ganzen Epoche" blickte am 19. November 1992 auf die gemeinsame Zeit zurück:

1951 waren demnach erstmals US-Truppen in die Wharton Barracks, die Badener Hof-Kaserne und die Artilleriekaserne eingezogen - recht unvermutet für die Bevölkerung. In den 41 Jahren bis zum Abzug habe es zahlreiche "gewachsene freundschaftliche Beziehungen" gegeben, heißt es im Text.

Streitpunkt: Atomraketen auf der Waldheide

Neben Freundschaften, die entstanden sind, gab es aber auch eine besonders kritische Phase: Dass auf der hermetisch abgeriegelten Waldheide Atomraketen stationiert waren, veranlasste insbesondere die Friedensbewegung zu Protesten - nicht erst durch den Raketenunfall 1985.

Als die Streitkräfte Anfang der 1990er-Jahre ihre Kasernen räumten, glaubte man, den Kalten Krieg überwunden zu haben. Die Hoffnungen, dass sich die Spannungen in den internationalen Beziehungen auflösen, haben sich aber bis heute nicht erfüllt. 

In dieser historischen Bildergalerie blicken wir auf die Zeit zurück, als US-Soldaten mit ihren Familien in Heilbronn lebten: 

 

 


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