VfR Heilbronn: Erster Schritt zur Neugründung

Heilbronn  Steigt der Heilbronner Traditionsverein VfR Heilbronn, der seit 15 Jahren durch Fusionen im Nichts versunken ist, wie Phönix aus der Asche wieder auf? Vieles deutet darauf hin. Am Donnerstagabend wurde in der Pizzeria Da Toni in Heilbronn der erste Schritt zur Wiedergründung unternommen.

Von Joachim Friedl
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Ehemalige VfRler legten am Donnerstagabend den Grundstein für eine Neugründung des Heilbronner Traditionsvereins. Foto: Friedl

16 ehemalige VfRler, an der Spitze der frühere A-Jugendspieler Onur Celik, legten den Grundstein dafür, dass Ende März die konstituierende Sitzung stattfinden kann. Bis dahin sollen die rechtlichen Fragen geklärt, Sponsoren mit ins Boot geholt, mit Spielern Gespräche geführt und die Vereinsverantwortlichen benannt werden. Celik hatte bei der Lokaltour im Restaurant da Toni von seinen Plänen berichtet.

Einsteigen will der neue VfR Heilbronn 2019 in der Kreisliga B, der tiefsten Liga in Deutschland. Spielort soll der frühere HSV-Platz neben dem DLRG-Heim an der Badstraße sein. Ein Vereinsheim gibt es derzeit noch nicht.

Für die Vereins-Neugründung stehen mit ihrem Name Fred Steininger, ehemaliger VfR-Präsident, Majic Toma, Rainer Baumgart, Dennis Schmidt, Kasper Lutz, Alexander Lechner, Luca Boellis, Andreas Hüttner, Marcus Itzerott, Thomas Straub, Timo Kucher und Anastasios Maragozidis.

VfR-Größen sagen Unterstützung zu

Ein flammendes Plädoyer für die Neugründung hielt Onur Celik: “Es gilt nur ein Wort: Das heißt tun. Wer nichts tut, kann nichts bewegen.”  Ihre Bereitschaft, den neuen Verein zu unterstützen, haben die VfR-Größen der 1970er Jahre Charly Hrynda und Otto Frey signalisiert, wie bei der Versammlung gesagt wurde.  

Kein Modell "Laube"

Sollte es zur Vereinsgründung kommen, rechnen die Gründungsmitglieder mit einem Etat von etwa 30.000 Euro. Die Verantwortlichen gehen davon aus, dass die Spieler aus Idealismus für den neuen Verein auflaufen. Ein Modell “Laube” soll es nach den Worten von Onur Celik nicht geben. Sein Schlusswort: “Unser Traum ist ein realisierbarer Traum.”

 


Erfolge liegen lange zurück

Die größten Erfolge feierte der frühere VfR, als er einige Spielzeiten in der zweiten Liga verbrachte. 1996 feierten die A-Junioren mit Spielern wie Rüdiger Rehm den DFB-Pokal-Sieg. 2003 fusionierte der VfR zunächst mit der Heilbronner Spielvereinigung, 2012 kam es zur Fusion mit dem alten Rivalen, der Fußballabteilung von Union Böckingen.

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Gebracht haben die Zusammenschlüsse nichts: Der frühere, langjährige Oberligist VfR spielt heute als FC Union Heilbronn in der Kreisliga A, der zweitniedrigsten Klasse. 


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