Touristen lieben Heilbronn und den Südwesten

Heilbronn  Die Bundesgartenschau hat in diesem Jahr viele Besucher nach Heilbronn gelockt. Oberbürgermeister Harry Mergel erwartet, dass es auch nach der Großveranstaltung weitergeht.

Von Christoph Donauer und dpa
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Der Südwesten hat in der ersten Jahreshälfte 2019 mehr Touristen als im Vorjahr angezogen. Das zeigen Zahlen des Statistischen Landesamts. Demnach kamen im ersten Halbjahr 284.000 Urlauber mehr ins Land als im Jahr davor. Insgesamt stieg die Zahl der Besucher damit um 2,8 Prozent auf 10,6 Millionen Menschen.

Auch die Zahl der Übernachtungen in Hotels oder auf Campingplätzen stieg. Die Statistiker verzeichneten 943.000 Übernachtungen mehr als noch 2018, was einem Plus von 3,8 Prozent entspricht. Insgesamt wurden seit Jahresbeginn fast 25,8 Millionen Übernachtungen im Land gebucht.

Heilbronn auf Platz zwei im Besucherranking

Heilbronn schafft es aufgrund der Bundesgartenschau auf Platz zwei der Rangliste: 101.900 Gäste aus Baden-Württemberg und ganz Deutschland besuchten die Stadt, 23,5 Prozent mehr als im vergangenen Jahr. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 23,6 Prozent auf 196 800 Nächte. Im Schnitt verbrachte jeder Gast demnach zwei Nächte in Heilbronn.

Deutlich geringer war der Anstieg der Übernachtungen im Landkreis Heilbronn. Dort wurden mit 663.100 Übernachtungen nur 1,7 Prozent mehr als 2018 verzeichnet. Im Hohenlohekreis stieg die Zahl um 0,9 Prozent auf 202.800 Übernachtungen.

Oberbürgermeister Harry Mergel will Weinbautourismus stärken

"Die Zahlen freuen uns außerordentlich", sagte Heilbronns Oberbürgermeister Harry Mergel. "Bislang war Heilbronn ja vor allem eine Destination für Geschäftsreisende. Nun sorgt die Buga dafür, dass Heilbronn auch als touristisches Ziel entdeckt wird."

Befragungen hätten gezeigt, dass 80 Prozent der Buga-Besucher wiederkommen wollen. "Daher sind wir sicher, dass Heilbronn auch in den kommenden Jahren von der Buga profitieren wird", so Mergel weiter. Künftig gehe es darum, Heilbronn noch besser als Ziel für Weinbautourismus zu vermarkten.

Ravensburg ist mit Abstand Spitzenreiter

Besser als Heilbronn schnitt bei den Besucher- und Übernachtungszahlen nur der Landkreis Ravensburg am Bodensee ab. Dort wurde eine neue Center-Parks-Ferienanlage eröffnet, was für 354.900 Gäste mehr und ein Plus von 74,5 Prozent sorgte. Die Zahl der Übernachtungen stieg um 73,2 Prozent. Der besucherstärkste Monat in ganz Baden-Württemberg war Juni, der schwächste war März. Beides sei auf Feiertagseffekte zurückzuführen, heißt es beim Statistischen Landesamt.

Aber nicht alle Landesteile profitierten gleichermaßen: In 14 Stadt- und Landkreisen wiesen die Zahlen ein Minus gegenüber dem Vorjahr auf, etwa in Karlsruhe (Stadt), Ludwigsburg (Land) und im Rhein-Neckar-Kreis.

Tourismusminister Wolf sieht wohnortnahes Reisen als Beitrag zum Klimaschutz

Justiz- und Tourismusminister Guido Wolf (CDU) zeigte sich ebenfalls erfreut über die Zahlen. "Ferien in Baden-Württemberg liegen voll im Trend", heißt es in einer Mitteilung. Urlaubsreisen im eigenen Land seien ein Beitrag zum Klimaschutz. "Dank eines attraktiven Angebots ist es uns gelungen, mehr Gäste für einen wohnortnahen Urlaub zu begeistern. Das ist nicht nur erfreulich für den Tourismus im Land, das ist auch erfreulich für das Klima auf der ganzen Welt", so Wolf.


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