Neues Motocross-Domizil in Frankenbach ist eingeweiht

Heilbronn  Das Vereinsheim mit Fitnessraum, Bar und Sanitäranlagen hat rund 517.000 Euro gekostet. Die Vorsitzenden des Motocross Clubs Heilbronn-Frankenbach sind stolz auf das, was der Verein geleistet hat.

Von Patricia Okrafka

Nicht nur die 230 Mitglieder des Motocross Clubs Heilbronn-Frankenbach (MCC) brauchen Platz. Wenn draußen die Motoren auf der Strecke heulen und die Crossfahrer ihr Bestes geben, haben nun auch Fans und Zuschauer die Möglichkeit, in ein modernes Vereinsheim einzukehren und von der Terrasse aus das Geschehen zu verfolgen. Der MCC Frankenbach hat das 517.000 Euro teure Projekt in der Leintalstraße mit Gästen und Sponsoren eingeweiht.
 

 

Vor 18 Monaten haben die Arbeiten begonnen. Bagger sind angerückt, um das alte Domizil abzureißen. Das sei auch nötig gewesen: "Die Küche war nicht zeitgemäß, die Toiletten waren sehr alt, das Dach undicht", erinnert sich der zweite Vorsitzende Wolfgang Blatt. Damals sei im Jahr 1948 ein Schuppen zum Vereinsheim ausgebaut worden. Michael Blaurock, erster Vorsitzender, fügt hinzu: "Der Verein konnte darin nichts machen. Und wir mussten ständig die Heizung laufen lassen gegen die Kälte." Im oberen Stockwerk stehen Restarbeiten an. "Der Boden muss noch gemacht werden", sagt Blaurock.

Die Bar und die Theke sind ein Blickfang

Auf rund 523 Quadratmetern Fläche befinden sich Sanitäranlagen, Küche, Fitnessraum sowie eine Bar und ein großer Aufenthaltsraum. Vor allem die Theke sticht ins Auge: Die Wände sind dort mit einer Tapete in Mauerwerksoptik verkleidet, Lampen im Industrie-Stil hängen von der Decke. Grauer Boden und die restlichen Wände aus Wellblech runden das rustikal eingerichtete Vereinsheim ab.

Eine Besonderheit gibt es noch: Im Obergeschoss ist nicht nur der Fitnessraum, sondern auch eine Terrasse. Dieser Bereich ist VIP-Gästen bei Veranstaltungen vorbehalten. Von dort aus kann man die Strecke gut überblicken und bis zum Steilhang schauen.

Neues Motocross-Domizil eingeweiht

Michael Blaurock (rechts) und Wolfgang Blatt gehören zum Vereinsvorstand. Die beiden sind stolz darauf, was der Verein auf die Beine gestellt hat.

Eine Sanierung des alten Gebäudes wäre wirtschaftlich nicht sinnvoll gewesen, sagt Blaurock. Drei Sponsoren haben den Bau mit 320.000 Euro bezuschusst: der Württembergische Landessportbund, der ADAC sowie die Stadt Heilbronn. Die restlichen Kosten hat der MCC getragen. 5000 Stunden Eigenleistung stecken im Projekt, sagt Michael Blaurock. "Ganz ohne ging es nicht. Viele Gewerke mussten selbst gemacht und finanziert werden. Wir sind stolz darauf, dass der Verein so viel Manpower gezeigt hat."

Altes ins Neue übernommen

Ein paar Dinge hat man von der ehemaligen Heimstätte übernommen: Der alte Schriftzug "MCC Frankenbach", der Motocrossfahrer mit rotem Helm und die Standarte aus den 1950ern hängen an der Wand gegenüber dem Eingang.

Jürgen Kaiser ist seit 1976 Mitglied des Vereins. Er weiß, was es mit den drei Trikots auf sich hat, die an einem Metallgitter angebracht sind. "Die alten Hemden gehören Mitgliedern, die vor Kurzem verstorben sind. Wir halten sie so in Ehren." Auch Kaiser gehört zu den rund 70 Helfern, die auf der Baustelle tätig waren. "Es ist ein Gebäude für die Zukunft", ist er überzeugt. "Es ist ein Wir-Projekt gewesen. Was der Verein auf die Beine gestellt hat, kann sich sehen lassen", sagt Michael Blaurock.

 


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