Neuer OP-Roboter für SLK-Klinik

Region  Der Förderverein für Medizinische Innovation hat den Kauf des neuen OP-Roboters für die SLK-Kliniken ermöglicht. Roboflex wird in Zukunft bei der Behandlung von Nierensteinen eingesetzt.

Von red
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Professor Jens Rassweiler (vorne) zeigt Dr. Thomas Jendges (hinten) und Professor Joachim Cyran den Roboflex live im OP.

Foto: SLK-Kliniken Heilbronn

Sein Spezialgebiet ist die flexible Harnleiterspiegelung zur Behandlung von Nierensteinen: In den SLK-Kliniken ist seit diesem Jahr der "Roboflex", ein neuer OP-Roboter zur schonenden Harnleiterspiegelung, im Einsatz. Er konnte dank der finanziellen Unterstützung des Fördervereins für Medizinische Innovation (fmi) angeschafft werden.

Der Roboter ermöglicht es, von der Konsole aus durch ein Endoskop auch schwer zugängliche Steine im Hohlsystem der Niere durch einen Laser zu zertrümmern. Größere Reste des Nierensteins können geborgen und so abtransportiert werden. "Die Genauigkeit, mit der wir mit diesem Gerät operieren können, ist ein Quantensprung. Der Roboflex wird die Harnsteintherapie revolutionieren", ist Professor Rassweiler, Vorstandsvorsitzender des fmi und Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie im Klinikum am Gesundbrunnen, überzeugt. 

Besonders schonendes Verfahren

Die millimetergenaue Steuerung des Endoskops ermöglicht exaktes navigieren. Das Verfahren ist besonders schonend, da der rein endoskopische Zugang über die Harnwege das Risiko innerer Verletzungen minimiert.

Durch das roboterassistierte Operieren können auch Steine in schwer zugänglichen Bereichen der Niere entfernt werden, zu denen zuvor kaum vorzudringen war. Die integrierte Kamera zeigt dem Operateur ein Live-Bild − so sind während des Eingriffs weniger Röntgenkontrollen notwendig, und die Strahlenbelastung für Patienten und Ärzte sinkt.

"Dank der fortwährenden Unterstützung des Fördervereins bleiben die SLK-Kliniken auch zukünftig auf dem neuesten Stand der Medizintechnik. Uns ist es wichtig, unseren Patienten weiterhin die modernsten Behandlungsmethoden bieten zu können. Das wäre ohne den fmi so nicht möglich", bedankt sich SLK-Geschäftsführer Dr. Thomas Jendges.

Innovative Geräte dank der Spender

Insgesamt 150.000 Euro überreichte der Förderverein für Medizinische Innovation den SLK-Kliniken für die Anschaffung des hochmodernen Geräts. Der Verein konnte dank seiner Spender in den vergangenen Jahren mehrere wichtige innovative Geräte für das Klinikum am Gesundbrunnen mitfinanzieren − im Jahr 2018 zum Beispiel mit einer Millionensumme für die Anschaffung des hochmodernen MRT-Gerätes "3Tesla".

Ziel des Vereins ist es, durch Spenden von Bürgern, Patienten und Firmen oder Institutionen die Anschaffung modernster Medizintechnik am Klinikum am Gesundbrunnen zu ermöglichen.

Um allen Patienten in der Region Heilbronn eine Versorgung auf dem modernsten Stand der Medizin zu garantieren, sind regelmäßig umfangreiche Investitionen nötig. Diese gehen zum Teil deutlich über das Budget hinaus, das durch die reguläre Krankenhausfinanzierung zur Verfügung steht. red


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