Mehr als nur Ballwechsel beim Neckar-Cup am Trappensee

Heilbronn  Beim sechsten Neckar-Cup wird auch abseits der Sportplätze einiges geboten. Wer nicht auf der Tribüne sitzt, macht es sich auf Palettenmöbeln im Event Village gemütlich.

Von Michelle Christin List
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Mehr als nur Ballwechsel beim Neckar-Cup am Trappensee

Abseits der Tribüne halten sich viele Besucher des Neckar-Cups im "Event-Village", dem "Veranstaltung-Dorf", auf.

Foto: Mario Berger.

"Schulterschmerzen. Er kann nicht mehr spielen", hört Philipp Menzel über sein Walkie-Talkie. Dann sieht man den Arzt der SLK-Klinik zum Tennisplatz eilen - sowohl von der Tribüne als auch vom verglasten VIP-Bereich aus: "Der Spieler hat eine Blockade. Mit Mobilisierung und Schmerzmitteln kann er noch fertig spielen." Seit dem ersten Neckar-Cup kümmert sich der 35-Jährige um die ärztliche Betreuung der Spieler. "Später schauen wir uns das in der Players Area noch mal in Ruhe an", sagt der Arzt.

Einige Kinder sind mit ihren Vätern zum Turnier gereist

Die Players Area, das ist eine 1800 Quadratmeter große Tennishalle, die für den Cup umfunktioniert wurde. Am Eingang sitzt Müge Gürkan. Sie kümmert sich um Fragen und Sorgen der Sportler. "Gestern brauchte ein Spieler zum Beispiel Schuhe einer bestimmten Marke in Größe 48."

Im Players Only-Bereich stehen unter anderem ein Billardtisch, Laufbänder und eine Tischtennisplatte. Die wird gerade von Valentino und Benicio benutzt. Die beiden, sechs und vier Jahre alt, sind nicht die einzigen Kinder, die mit ihren Vätern zum Turnier gereist sind.

"Die Kleinen können sich hier auf der großen Anlage super bewegen. Es ist toll, wie viel den Spielern und ihren Familien geboten wird", betont Klaus Eberhardt, Sportdirektor des Deutschen Tennisbundes: "Gutes Essen und ein Bereich zum Fitness machen."

Dort hält sich der 32-jährige Matthias Bachinger aus München auf. In Socken kreist er über Tennisbälle: "Ich mobilisiere meine Füße." Nach dem Training will er sich im Hotel auf sein morgiges Spiel vorbereiten. Zuerst geht es aber noch in die Spieler-Kantine.

So viele vegan essende Spieler gab es beim Neckar-Cup noch nie

"Was haben wir heute im Angebot?", fragt Tom Bucher, Mitorganisator des Turniers. "Schupfnudelpfanne und Hähnchen süß-sauer mit Glasnudeln", sagt Silvio Wiegleb hinter der Essensausgabe. Er ergänzt: "Die Glasnudeln sind vegan." Denn das fällt ihm auf: So viele vegan essende Spieler wie in diesem Jahr gab es beim Neckar-Cup noch nie. "Einige wollen am liebsten immer nur Reis und Kartoffeln."

Nicht nur beim Essen mögen es die Spieler schlicht: "Sie trinken immer stilles Wasser ohne alles", sagt Ulli Retzbach. Er kümmert sich um die Getränkelogistik.

Mit Kaffee und Burger auf Palettenmöbeln

Zwischen Players Area und dem Eingang zu den Anlagen am Trappensee ist das Event Village. In weißen Pavillons schlendern die Besucher durch kleine Geschäfte für Tennisausrüstung und Freizeitklamotten. Andere sitzen mit einem Kaffee oder Burger auf Palettenmöbeln.

Abends geht es dann ins Event-Zelt mit Sushi- und Cocktailbar. Am Donnerstag tritt hier die Kabarettistin Martina Brandl auf, am Samstag die Band Blacky & Friends.

 


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