Klimawäldchen am Wollhaus ist nun geöffnet

Heilbronn  Die Arbeiten sind beendet, die Zäune verschwunden: Nach dem Abbruch der beiden Pavillons am Heilbronner Wollhaus steht auf der zentral gelegenen Fläche nun ein kleiner, grüner Wald.

Von Michelle Christin List
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Mehr als sechs Wochen lang waren Mitarbeiter des städtischen Betriebsamts im Einsatz. Nun ist das  „Klimawäldchen“ am Wollhaus eröffnet. Zwischen gut 200 Bäumen und Sträuchern können Besucher des Klimawäldchens  auf Metall-Stühlen oder an blauen Bank-Tisch-Kombinationen aus Holz im Schatten sitzen oder sich im Wassersprühnebel abkühlen.

 

Wie eine Schlaufe führt ein Pfad mit Rindenmulch durch das Wäldchen aus Birken, Erlen, Ginkgos, Fichten und Kiefern. Sandsäcke mit Kokosgewebe verzieren das Substrat, in dem die Bäume und Sträucher auf dem Betonboden leben. Auf großen Holzbänken kann man dort im Schatten sitzen.

Damit die Baustelle um die 800 Quadratmeter große Fläche herum versteckt ist, sind die Bauzäune mit Leinwänden geschmückt. Darauf zu sehen sind der Botanische Obstgarten und Heilbronn von oben.

Frische Luft in der Stadt ist das Ziel

Das Klimawäldchen lädt auch zum Verweilen ein. Foto: Michelle List

„Wenn man sich an heißen Tagen aus der Stadt in das Wäldchen hineinbegibt, dann merkt man wirklich einen deutlichen Temperaturunterschied um gut fünf Grad“, sagt Grünflächenamtsleiter Hans-Peter Barz. „Die Natur bringt hier zwischen Beton und Asphalt ein wenig frische Luft in die Stadt – nicht nur symbolisch.“

Neben der Verbesserung des Klimas soll das Klimawäldchen auch ein sozialer Aufenthaltsort sein.

„Irgendwann wird das Wollhaus bestimmt verschwinden und dann wird hier alles neu gemacht, sagt Bürgermeister Wilfried Hajek. „Die Bäume sowie das meiste Material sollen dann im Stadtgebiet weiterverwendet werden. Aber bis dahin ist es eine richtig tolle Grünfläche auf Zeit.“

 

 


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